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Zu dieser Tageszeit sind Senioren besonders sturzgefährdet

Inhaltsverzeichnis
Noch Fragen? Wir helfen Ihnen gerne persönlich weiter.
Stürze im Alter müssen nicht sein. Unsere Pflegeberaterin Simone verrät, wie Senioren ihr Risiko minimieren können und was Teppiche damit zu tun haben. Und: Sie hat einige überraschende Fakten. Etwa, dass es einen gefährlichen Zeitpunkt für Stürze gibt.
Das Wichtigste in Kürze

Simone, muss ich im Alter Angst vor Stürzen haben?
Tatsächlich haben Seniorinnen und Senioren ein hohes Sturzrisiko. Etwa ein Drittel der über 65-Jährigen stürzt mindestens einmal im Jahr. Bei den über 80-Jährigen steigt diese Quote auf bis zu 50 Prozent an.

Was sind die Ursachen?
Das sind unterschiedliche Faktoren. So verschlechtern sich im Alter die Sehkraft, der Gleichgewichtssinn und die Muskulatur. Medikamente und Krankheiten wie Parkinson oder Herz-Kreislauf-Probleme erhöhen das Risiko ebenfalls. Bei meinen Hausbesuchen stelle ich immer wieder fest: Sehr viele Wohnungen sind alles andere als sturzsicher.

 

Dieses Bild zeigt Pflegeberaterin Simone.
Simone ist schon seit Jahrzehnten im Gesundheitsbereich tätig. Seit 17 Jahren ist sie Pflegeberaterin. Sie arbeitet bei unserem Partner hallo.care und besucht dort Senioren, um die verpflichtenden Beratungseinsätze nach Paragraf 37.3 durchzuführen.

Warum?
Da stehen überall Möbelstücke herum, auf dem Boden liegen Kabel und Teppiche. Dabei sind Teppiche Stolperfallen, egal wie dünn sie sind. Feste Hausschuhe sehe ich ebenfalls zu selten. Viele Senioren tragen Pantoffeln oder Latschen, mit denen sie leicht stolpern können. Auch in der Küche und im Bad fehlen rutschfeste Matten sowie Haltegriffe. Gefährlich werden kann auch die Badewanne.

Schaffst du es, die Senioren davon zu überzeugen, die Wohnung anders zu gestalten?
Schwierig ist es oft bei den Teppichen. Viele ältere Menschen befürchten, dass die Wohnung dadurch kalt und ungemütlich wird. Grundsätzlich hören sie aber eher auf mich als Fachperson als auf ihre Angehörigen. Wenn ich eine Wohnung betrete, fallen mir die Stolperfallen sofort auf. Ich weise meine Klienten charmant darauf hin und berate sie, welche Umbaumaßnahmen die Pflegekasse übernimmt. So kann über die sogenannten wohnumfeldverbessernden Maßnahmen etwa die Badewanne durch eine ebenerdige Dusche ersetzt werden.

Welche Rolle spielen Notrufgeräte, wenn es um die Sturzgefahr geht?
Notrufgeräte sind das wichtigste Hilfsmittel, um im Alter selbstständig und sicher zu leben. Denn damit kann man mit einem Knopfdruck schnell Hilfe organisieren, die gerade nach einem Sturz entscheidend ist. Viele leiden unter starken Schmerzen, fühlen sich benommen oder bluten. Da kann es lebensgefährlich werden, wenn man nicht aufstehen kann und kein Telefon zur Hand hat. Beim Knopfdruck auf den Hausnotruf wird man sofort mit einer Notrufzentrale verbunden, die den Wohnort und Vorerkrankungen bereits kennt. Ruft man den normalen Rettungsdienst, muss man all diese Daten durchgeben.

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Kommt sofort der Rettungsdienst, wenn ich mit meinem Notrufgerät einen Alarm absetze?
Nicht zwingend. Denn glücklicherweise hat nicht jeder Sturz lebensbedrohliche Folgen. Dann kontaktiert die Notrufzentrale die Angehörigen, die unkompliziert helfen könnten. In der Praxis sind diese aber nicht immer verfügbar. Zumal sich Stürze nicht an Bürozeiten halten.

Zu welcher Tageszeit passieren denn die meisten Stürze?
In den frühen Morgenstunden haben die meisten älteren Menschen einen körperlichen Tiefpunkt. Häufig wachen sie so gegen vier oder fünf Uhr auf, weil sie zur Toilette müssen. Wenn sie nach dem langen Liegen aufstehen, erhöht sich die Gefahr von Kreislaufproblemen. Dies kann Schwindel oder Unwohlsein auslösen. Auch kann um diese Uhrzeit der Diabetes entgleisen. Taumeln Senioren im Dunkeln zur Toilette, ist die Sturzgefahr groß. Nachts oder in den frühen Morgenstunden passieren auch die meisten Schlaganfälle oder Herzinfarkte.

Dann sollten also Angehörige nachts stets erreichbar sein?
Ja, aber das ist anstrengend und oft nicht möglich. Ich empfehle deshalb unseren Hausnotrufservice, den ProVita in ganz Deutschland betreibt. In den regionalen Stellen werden die Schlüssel der Senioren sicher aufbewahrt. Stürzen sie, gelangt ein geschulter Helfer jederzeit in die Wohnung. So wird verhindert, dass Rettungskräfte die Wohnungstür aufbrechen müssen.

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Kundenberaterin Emine empfiehlt:

“Der Hausnotrufservice von ProVita ist rund um die Uhr im Einsatz und sorgt deutschlandweit für schnelle und verlässliche Hilfe bei nicht medizinischen Notfällen.”

Am besten ist es, wenn es morgens gar nicht erst zu Stürzen kommt. Wie können ältere Menschen ihr Risiko minimieren?
Ich würde bereits im Bett leichte Gymnastik machen, um meinen Kreislauf in Schwung zu bringen. Etwa Fahrradfahren im Liegen oder die Arme bewegen. Hilfreich sind auch höhenverstellbare Betten, bei denen auch das Kopfteil aufrechtgestellt werden kann. Leichter in die Sitzposition kommen Senioren auch mit dem sogenannten Galgen. Das ist ein Handgriff über dem Bett, der beim Aufsetzen und Aufstehen hilft. Wichtig ist zudem, morgens die Seh- und Hörhilfe aufzusetzen und die Wohnung sturzsicher zu gestalten. Etwa, indem das Licht im Flur mit Bewegungsmeldern angeht.

Stürze können auch verhindert werden, indem man sich im Alter körperlich fit hält.
Die körperliche Fitness spielt eine große Rolle, um den Muskelabbau zu bremsen. Schon zehn Minuten Kniebeugen und andere Beinübungen zu Hause reichen pro Tag. Kleine Wasserflaschen lassen sich zudem gut als Hanteln umfunktionieren. Wichtig ist auch, regelmäßig rauszugehen und kleine Spaziergänge zu machen, damit das Gehirn mit Sauerstoff versorgt ist. Wer Gleichgewichtsprobleme hat, kann dies mit dem Rollator und einem mobilen Notrufgerät machen. Äußerst effektiv ist zudem das Treppensteigen. Ich nehme nie den Aufzug, wenn ich als Pflegeberaterin meine Klienten besuche.

Warum ist Treppensteigen so gut?
Es trainiert die Muskulatur, das Herz-Kreislauf-System und die Koordination. Ich empfehle auch, regelmäßig Musik einzuschalten und zu tanzen. Das hält uns in Balance und kann sogar Demenz vorbeugen.

Welche Rolle spielt eine gesunde Ernährung?
Auch sie kann den muskulären Abbau bremsen und hilft uns, fit zu bleiben. Ich empfehle eine leichte und vitaminreiche Kost und regelmäßige Mahlzeiten, um Kreislaufproblemen vorzubeugen. Ein Glas Wein darf sein, aber am besten nicht abends. Denn Alkohol kann die Schlafqualität beeinträchtigen und somit die Sturzgefahr am frühen Morgen erhöhen.

Hast du sonst noch einen Tipp zur Sturzprävention?
Senioren sollten ihre Seh- und Hörkraft regelmäßig überprüfen lassen. Auch Medikamentenchecks sind wichtig. Fragen Sie Ihren Hausarzt, ob wirklich alle Medikamente nötig sind. Häufig verursachen diese Schwindel, gerade wenn sie miteinander kombiniert werden. Dazu gehören Schlafmittel, Blutdrucksenker und Psychopharmaka.

Trotzdem kann man mit einer gesunden Lebensführung den körperlichen Abbau im Alter nicht verhindern.
Deshalb sollten wir uns alle schon früh mit dem Altern auseinandersetzen. Ich würde überprüfen, welche Barrieren es in der Wohnung oder im Haus gibt, bevor ich keine Treppen mehr steigen kann. Häufig kann man dank baulicher Veränderungen weiterhin in den eigenen vier Wänden wohnen. Vieles lässt sich dank staatlicher Förderung gut finanzieren. Lebt man etwa in einem Mehrfamilienhaus, kann man sich mit anderen Bewohnern mit Pflegegrad zusammentun und sich von der Pflegekasse einen Treppenlift finanzieren lassen. Ebenfalls sollte man sich rechtzeitig informieren, welche Unterstützung es im Alltag gibt. So können viele dank Alltagsbetreuung, Liefer- oder Pflegediensten lange zu Hause leben.

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Kundenberaterin Emine empfiehlt:

“Der Hausnotrufservice von ProVita ist rund um die Uhr im Einsatz und sorgt deutschlandweit für schnelle und verlässliche Hilfe bei nicht medizinischen Notfällen.”

 

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Redaktion ProVita

Das Online-Magazin von ProVita ist eine führende Informationsplattform rund ums Älter werden. Es bietet fundierte Artikel aus Bereichen wie Gesundheit, Pflege, Freizeit, Finanzen und Sicherheit, um das selbstbestimmte Leben im Alter zu unterstützen und bereichern.

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