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Sturzerkennung bei Notrufuhren: Warum sie unzuverlässig ist und häufig Fehlalarme auslöst

Älterer Mann liegt auf dem Boden im Wohnzimmer neben einem Gehstock
Inhaltsverzeichnis
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Ob Notrufuhren oder -knöpfe: Viele Hersteller werben damit, dass sie mit einem Sturzmelder ausgestattet sind. Warum Sturzsenoren jedoch nicht zuverlässig funktionieren, erklären wir hier.
Das Wichtigste in Kürze

Ältere Menschen haben ein hohes Sturzrisiko: Bei den über 65-Jährigen stürzt rund ein Drittel mindestens einmal pro Jahr, bei den über 80-Jährigen ist es bereits jede zweite Person. Bei jedem zehnten Sturz ist eine Krankenhausbehandlung notwendig, häufig führt ein solcher Sturz zur Pflegebedürftigkeit.

Es ist daher verständlich, dass sich Seniorinnen und Senioren davor schützen möchten. Denn schnelle Hilfe kann nach einem Sturz entscheidend sein. Notrufuhren, Hausnotrufe oder mobile Notrufe von ProVita ermöglichen dies, da sich mit nur einem Knopfdruck ein Alarm auslösen lässt.

Doch was passiert, wenn die verunfallte Person nicht mehr dazu in der Lage ist, den Knopf selbst zu drücken?

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Wie funktioniert eine Sturzerkennung?

Abhilfe sollen Notrufuhren oder mobile Notrufe mit Sturzerkennung schaffen. Viele Anbieter werben damit, dass diese Stürze erkennen und automatisch einen Alarm auslösen. Auch Smartwatches sind teilweise mit Sturzmeldern ausgestattet.

Dabei nutzen Notrufuhren Bewegungssensoren, um typische Sturzmuster zu erkennen. Dazu zählen:

  • eine plötzliche starke Bewegung
  • einen schnellen Lagewechsel
  • und anschließende Bewegungslosigkeit.

Wird ein Sturz vermutet, gibt die Uhr ein Signal. Reagiert die Person nicht innerhalb kurzer Zeit, wird automatisch ein Notruf mit Standortinformationen an eine Notrufzentrale oder hinterlegte Kontakte gesendet.

Uhr erkennt viele Stürze nicht

Das klingt vielversprechend, doch in der Praxis funktioniert die Sturzerkennung bislang nicht zuverlässig. Martin Dahlhäuser, Produktmanager bei ProVita, erklärt: „Entweder erkennt sie einen Sturz nicht oder sie löst ständig Fehlalarme aus.“

Häufig funktionieren Sturzmelder bei jüngeren und aktiven Menschen besser, etwa wenn ein Fahrradfahrer oder ein Läufer hart auf dem Boden aufprallt.

Ältere Menschen sacken hingegen oft langsam zusammen. Bei einem Schwindelanfall oder Herzinfarkt halten sie sich möglicherweise noch an einem Stuhl fest, bevor sie zu Boden sinken. Solche Stürze erkennt der Sturzsensor häufig nicht, obwohl sie zu Ohnmacht oder Verletzungen führen können.

Das Problem mit den Fehlalarmen

Dafür lösen Sturzsensoren je nach Einstellung bereits bei alltäglichen Armbewegungen einen Alarm aus. Solche Fehlalarme sind nicht nur für die Trägerin oder den Träger lästig, sondern belasten auch die Notrufzentralen und Rettungsdienste.

„Im schlimmsten Fall muss ein Rettungswagen ausrücken, weil sich der Träger des Notrufgeräts über die Sprechverbindung nicht meldet“, erklärt Dahlhäuser. Seiner Ansicht nach sollte man diese Einschränkungen offen kommunizieren.

Deshalb ist eine Sturzerkennung bei ProVita aktuell kein Standard, sondern allenfalls ein möglicher Zusatz für die Zukunft. „Es ist durchaus möglich, dass Sturzmelder mittelfristig zuverlässiger funktionieren“, so Dahlhäuser.

Auffällig: Einige Anbieter, die mit Sturzerkennung werben, erwähnen die oben genannten Probleme zwar auf ihrer Website. Allerdings an einer eher versteckten Stelle.

Bewusstlosigkeit nach einem Sturz ist extrem selten

Laut Dahlhäuser gibt es bereits heute zuverlässigere Möglichkeiten zur Sturzerkennung, etwa Infrarotsensoren, die an den Wänden installiert werden. „Allerdings müsste man dafür das ganze Haus ausstatten, wenn man wirklich sicher gehen will. Das ist sehr aufwendig und teuer“, erklärt er.

Wichtig ist zudem zu wissen: „Die Fälle, in denen jemand nach einem Sturz bewusstlos ist und keinen Knopf mehr drücken kann, sind extrem selten.“

Deshalb sind Notrufuhren, mobile Notrufe und Hausnotrufe nach wie vor die erste Wahl, um die Sicherheit älterer Menschen zu erhöhen. Laut Dahlhäuser sollten diese möglichst einfach aufgebaut und ohne zusätzliche Funktionen ausgestattet sein: „Je weniger Funktionen ein Gerät hat, desto zuverlässiger ist es. Und im Notfall hat man weder die Zeit noch die Kapazität, um sich mit komplizierten Anwendungen herumzuschlagen.“

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