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So geht`s: Das Zuhause für den Demenzkranken sicher machen

Ein Demenzkranker möchte seine Schuhe in die Mikrowelle legen.

Kann man mit Demenz auch alleine wohnen? Ja, das geht! Wenn Sie das Zuhause für den Demenzkranken sicher gestalten möchten, sollten Sie auf drei menschliche Grundbedürfnisse besonders achten. Darüber hinaus sollten Sie sich nicht scheuen, auf Smart Home Lösungen zurückzugreifen. Denn ein Umzug eines Demenzkranken aus seiner gewohnten Umgebung sollte immer die letzte Lösung sein.

Trotz Alzheimer & Demenz sicher zu Hause leben

Rund 1,7 Millionen Demenzkranke gibt es in Deutschland, jährlich kommen nach Daten des Bundesforschungsministeriums weitere 300 000 dazu. Für viele stellt sich dann oft die Frage: „Muss ich jetzt umziehen?“ Die Erfahrung zeigt jedoch: Viele Menschen im frühen Stadium der Alzheimerkrankheit oder einer anderen Form der Demenz finden sich noch jahrelang in der gewohnten Umgebung zurecht. Doch hierfür benötigen die Demenzkranken Unterstützung. Zum einen benötigt man diese Hilfe bei kleinen Tätigkeiten, die viel Konzentration kosten, wie zum Beispiel der Papierkram mit Behörden, Banken, Versicherungen etc. Zum anderen sollte das Zuhause für den Demenzkranken nach drei menschlichen Grundbedürfnissen umgestaltet werden.

Demenzkranken eine sichere Umgebung schaffen

Eins dieser Bedürfnisse ist das Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit. Besonders für Menschen mit Demenz ist es wichtig, dass sich das Wohnumfeld sicher und geborgen anfühlt. Des Weiteren geht es darum, den an Demenz erkrankten Menschen Orientierung im eigenen Wohnumfeld geben zu können. Möglich ist dies u.a. über bestimmte Möbelstücke, Piktogramme oder Bilder. Diese unterstützen dabei, sich möglichst lange unabhängig und selbstbestimmt im eigenen Zuhause zurechtzufinden und weiterhin am gewohnten sozialen Umfeld teilnehmen zu können. Zum dritten Grundbedürfnis, das bei Menschen mit Demenz ganz wichtig ist, zählen Wohlbefinden, Behaglichkeit und Vertrautheit. Hier kann es zum Teil sinnvoll sein, vertraute Gegenstände (z.B. einen Teppich) trotz möglicher Sturz-Risiken so lange es geht an Ort und Stelle zu belassen, da es für den Menschen ein vertrautes Bild bedeutet.

Wichtig ist, wenn Angehörige planen, eine Umgestaltung des Wohnraums durchzuführen, um das Wohnumfeld altengerechter zu machen, müssen Sie sich dabei deutlich machen: Menschen mit Demenz nehmen ihre Umgebung nicht mehr ausschließlich über ihren Verstand wahr, sondern über Gefühle, Emotionen und das Herz. Das Herz wird nicht dement.

Wie Sie das Zuhause für den Demenzkranken sicher machen

Um für den Demenzkranken eine sichere Umgebung zu schaffen, sollten Sie Schritt für Schritt vorgehen und diese einzelnen Punkte abarbeiten.

Trotz Alzheimer & Demenz sicher zu Hause leben: Das richtige Licht

Licht kommt bei der Wohnraumgestaltung eine ganz zentrale Bedeutung zu, denn Licht ermöglicht uns das Sehen und bestimmt die Atmosphäre im Raum. Dabei sollten Sie auf eine gute Mischung aus natürlichem Tageslicht und künstlichem Licht achten. Wichtig ist, dass die Räume des Demenzkranken ausreichende Helligkeit aufweisen. Verwenden Sie bei der Schaffung einer sicheren Umgebung für den an Demenz erkrankten Menschen eine Mischung aus direktem (Steh- und Tischlampen) und indirektem (Deckenlampen) Licht. Diese sind für eine gute Ausleuchtung hilfreich. Darüber hinaus eignen sich Nachtlichter zum Aufstecken auf die Steckdose und Lampen mit Bewegungsmeldern. Diese sorgen für mehr Sicherheit in der Nacht. Vermeiden sollten Sie dunkle Ecken, mögliche Sonnenblendungen oder großflächige Schattenbildungen an Wänden und Fußböden. Denn diese können beim Demenzkranken Angst hervorrufen.

Das Zuhause für den Demenzkranken sicher machen mit Smart Home

Mit fortschreitender Demenz kann die räumliche Desorientierung und Vergesslichkeit zunehmen, wodurch sich die Gefahren im Alltag erhöhen. Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit können dazu führen, dass auch vertraute Geräte nicht mehr bedient werden können. Mittlerweile gibt es jedoch viele technische Hilfsmittel, mit denen Einschränkungen ausgeglichen werden können.

Die Smart Living Station von Livy sorgt für Sicherheit.
Die Smart Living Station von Livy sorgt für Sicherheit.

So unter anderem mit der Smart Living Station von Livy. Mit deren Hilfe können Sie mit Ihrem Demenzkranken nicht nur aus der Ferne kommunizieren und per Live-Schaltung sehen, wie es ihm gerade geht, Sie bekommen auch Mitteilungen von Gefahrensituationen per Push-Benachrichtigung oder SMS umgehend auf Ihr Smartphone gespielt. Die smarte kompakte Station ist einfach und intuitiv über eine App zu bedienen. Pflegebedürftige Angehörige müssen keine komplizierten Systeme erlernen oder spezielle Auslöser drücken. Sie können aus der Ferne einfach und bequem jederzeit auf das Gerät zugreifen, Alarme aktivieren und mit ihren Angehörigen kommunizieren.

Alles im Blick mit der Smart Living Station. Schnell einmal schauen, ob es dem demenzkranken Angehörigen gut geht oder ob er Hilfe benötigt.
Alles im Blick mit der Smart Living Station. Schnell einmal schauen, ob es dem demenzkranken Angehörigen gut geht oder ob er Hilfe benötigt.

Die Smart Living Station ist mit folgenden Features ausgestattet:

  • Rauchalarm-Erkennung und CO-Detektor. So bleibt kein Brand unbemerkt.
  • Bewegungserkennung mit Mitteilungsfunktion. Dank des präzisen Radars sehen Angehörige auf einen Blick, ob sich jemand im Raum aufhält.
  • Identifizierung von ungewöhnlichen Geräuschen. Ein Lärmpegel erkennt Unregelmäßigkeiten und laute Geräusche.
  • HD-Kamera und 2-Wege-Audio Sprechfunktion. Angehörige können den Video-Livestream als unabhängiges Kommunikations-Medium nutzen und nach dem Rechten schauen, wann immer sie ein ungutes Gefühl plagt.
  • Ein intelligentes Nachtlicht schützt den Demenzkranken auch bei Dunkelheit. Bei erkannter Bewegung in der Dunkelheit wird eine integrierte Beleuchtung aktiviert, die anhält, solange eine Bewegung festgestellt wird.

Eine sichere Umgebung für Demenzkranke schaffen durch die richtige Akustik

Bei permanenten Geräuschpegeln müssen wir uns ziemlich stark konzentrieren. Um dann zum Beispiel einem Gespräch besser zu folgen, würden wir an einen leiseren Ort wechseln. Menschen mit Demenz können das nicht. Solche beschriebenen Situationen führen bei Demenzkranken eher zu einer Überforderung und einer Einschränkung im Hören, wenn die Akustik nicht gut ist. Wichtig ist daher, für die richtige Akustik zu sorgen, wenn man das Zuhause für einen Menschen mit Demenz sicher machen möchte. Hilfreich hierzu kann alles sein, was den Schall wegnimmt. Zum Beispiel Kissen, Gardinen oder Decken.

Demenzkranken eine sichere Umgebung schaffen, mit den richtigen Farben

Menschen mit Demenz leiden prozentual stärker an Sehbehinderungen – dem lässt sich insbesondere mit einer durchdachten Farbgestaltung begegnen. Zwar ist bisher nicht wissenschaftlich belegt, ob und inwiefern Farben einen Einfluss auf Menschen mit Demenz haben können, dennoch sollte man folgende Tipps berücksichtigen: Man sollte Räume dezent und nicht zu bunt gestalten. Alles sollte vom Farbton etwas ruhiger wirken. Farbtöne wie Terrakotta oder Ocker eignen sich hierfür am besten. Vermeiden sollten sie Pastellfarben, da diese zu kontrastreich wirken. Auch auffällige und großflächige Muster an Wänden, Gardinen und Teppichen sind nicht geeignet. Farben lassen sich auch zur Orientierung verwenden. Mit deren Hilfe lassen sich Signale setzen. Denn viele Farben sind beispielsweise in der Erinnerung mit bestimmten Gegenständen verbunden (z.B. das rote Feuerwehrauto), sodass darüber die Farbe wirken kann. Unterschiedliche Farbkonzepte helfen zudem bei der Unterscheidung zwischen Wohnzimmer, Schlafzimmer, Flurbereich und Bad.

Mit dem richtigen Boden das Zuhause für den Demenzkranken sicher machen

Alle Bodenbeläge sollten somit möglichst blend- und spiegelfrei sein. Denn spiegelnde Oberflächen können bei Demenzkranken Ängste hervorrufen. Folgende Bodenbeläge sind für eine sichere Umgebung am besten geeignet:

  • matte und helle Fliesen
  • Laminat, Linoleum, PVC oder Parkett
  • Bodenbeläge mit einer hellen Holzoptik

 

Trotz Alzheimer & Demenz sicher zu Hause leben: Die Orientierung

Im Verlaufe einer Demenz verändert sich die Wahrnehmung und Orientierung der Betroffenen. Zu Beginn fällt vor allem die Orientierung an unbekannten Orten schwer, aber mit fortschreitender Erkrankung zunehmend auch in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus. Unter anderem können mögliche Gefahren oft nicht mehr richtig eingeschätzt werden. Oft können kleine Alltagshilfen/Hilfsmittel hilfreich sein, damit Betroffene möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden wohnen können. Hilfreich sind beispielsweise die klare Strukturierung von einzelnen Räumen, der gezielte Einsatz von Farben und Kontrasten, eine gute Beleuchtung sowie die Beschriftung von Schränken und Türen. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Orientierungshilfen an den Schweregrad der Demenz angepasst sind.

Demenzkranken eine sichere Umgebung schaffen mit der richtigen Möblierung

Das eigene Zuhause ist eng verknüpft mit dem Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung, ausreichendem Schutz und Sicherheit, aber besonders auch nach Behaglichkeit und Vertrautheit. Altbekannte Möbel und Gegenstände erzeugen ein heimisches Gefühl, erleichtern die Orientierung im Alltag und unterstützen Menschen mit Demenz bei dem Erhalt ihrer Selbstständigkeit. Wenn Sie das Zuhause für den Demenzkranken sicher machen, sollten Sie mit Bedacht vorgehen und nicht direkt alles auf einmal umbauen. Hier kommt es wie so oft auf das richtige Maß an. Ansonsten schadet man dem demenzkranken Angehörigen mehr, als dass man ihm Gutes tut. Es ist besser, nur so viel zu verändern wie nötig und so wenig wie möglich. Es gilt das Prinzip „Weniger ist mehr.“ Wichtig für Angehörige ist, dass sie aufmerksam sind und beobachten, wann neue Veränderungen notwendig sind. Das ist jedoch nur möglich, wenn regelmäßiger Kontakt mit dem demenzerkrankten Menschen besteht und man ihn aktivieren kann sowie auch die Fortentwicklung der Erkrankung umgehend bemerken kann . Doch dies gestaltet sich bei vielen Angehörigen von Demenzkranken jedoch schwierig. Sie wohnen entweder zu weit entfernt oder sind selbst zu sehr mit der eigenen Familie und Arbeit zeitlich eingebunden, sodass nicht immer genügend Zeit übrig bleibt. Hier bieten Smart Home Lösungen wie Livy Alive gute Möglichkeiten auch über weite Entfernung mit der Lebenssituation des demenzkranken Angehörigen verbunden zu sein.

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