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Der Hausnotruf und der mobile Notruf für Senioren – Welche Technik steckt dahinter

Der Hausnotruf und der mobile Notruf für Senioren. Zwei Notrufsysteme mit derselben Intention: In einem Notfall dem Senior schnellstmöglich Hilfe zukommen zu lassen. Doch das gilt nicht nur für Senioren, sondern auch Patienten, die gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden sind. Gerade auch hier ist ein mobiler Notruf oder Hausnotruf sinnvoll. Doch welche Technik versteckt sich hinter diesen beiden Notrufsystemen? Wie unterscheiden sie sich voneinander und welches ist das bessere System? Hier erfahren Sie es.

Die Technik des klassischen Hausnotrufs für Senioren

Ein klassischer Hausnotruf für Senioren besteht aus zwei Komponenten. Einer Basisstation und einem Handsender. Für den Anschluss der Basisstation benötigt man in der Regel einen normalen analogen Telefonanschluss mit einer dreifach-TAE-Dose und eine freie Steckdose für die Stromversorgung des Geräts. Aktuell sind die analogen Geräte am meisten verbreitet. Es wird parallel aber eine deutliche Zunahme von GSM-Geräten verzeichnet. GSM-Geräte haben eine Besonderheit: Sie gibt es sowohl in einer analogen, als auch in einer digitalen Ausführung. Bei diesen Geräten wird eine SIM-Karte in das Gerät eingebaut. Diese ermöglicht eine anschlussunabhängige Notrufübermittlung über das Mobilfunknetz. Die Basisstation muss nur noch an eine 230 V Stromversorgung angeschlossen werden. Was für Sie gleichzeitig Flexibilität in der Standortwahl Ihres Hausnotrufgeräts bedeutet.    Digitale Notrufgeräte kommunizieren über sogenannte IP-Protokolle – sie werden sich langfristig etablieren, da sie vor allem in Hinblick auf die Digitalisierung der Telefonnetze zukunftsfähig sind. Denn: Sie funktionieren prinzipiell an jedem Internetanschluss oder IP-basierten Telefonanschluss. Wie schnell der verfügbare Internet-Anschluss ist, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Bei der sogenannten IP-Telefonie (Voice over IP, VoIP) werden die Sprachdaten digitalisiert, in kleine IP-Pakete verpackt und einzeln vom Sprecher zum Hörer transportiert, wo sie wieder zusammengefügt und für den Lautsprecher in ein analoges Signal zurückgewandelt werden. Alle Notrufgeräte sind durch einen Akku gegen einen eventuellen Stromausfall von bis zu 20 Stunden geschützt.

Der Funkfinger des klassischen Hausnotrufs für Senioren

Bewegt man sich frei in der Wohnung oder im Haus, so kann über den sogenannten Funkfinger (Handsender) gleichfalls ein Notruf ausgelöst werden. Ein kurzer Knopfdruck am Funkfinger reicht aus, um eine Sprechverbindung mit der Notrufzentrale herzustellen. Der Funkfinger ist ein kleines Gerät, das um den Hals oder wie eine Uhr am Handgelenk getragen wird. Er ist wasserdicht und stoßfest, so dass er auch beim Duschen getragen werden kann.   checkliste 10 notruf argumente

Besonderer Tipp:

Im Alltag ist wichtig, dass der Senior den Funksender mit der Notruftaste auch tatsächlich trägt. Die Sender sind in der Regel wasserfest und sollten auch beim Duschen oder beim Baden immer dabei sein.

Je nach baulichen Verhältnissen hat das Funksystem des Hausnotrufs eine Reichweite von zirka 150 m im Umkreis der Basisstation. Wichtig ist, dass die Basisstation des Hausnotruf so platziert wird, dass der Senior, mit Hilfe des Funksystem, einen Notruf aus allen Räumen der Wohnung, eventuell auch aus dem Keller und dem Garten absetzen kann. Dies sollten Sie vorab unbedingt testen. Sollte der Funkfinger in manchen Räumen Ihrer Wohnung kein Signal an die Basisstation senden, ist Ihre Wohnung für einen klassischen Notruf ungeeignet und Sie sollten einen mobilen Notruf für zuhause in Betracht ziehen.     Der klassische Hausnotruf für Senioren verfügt über einen integrierten Lautsprecher und ein hochempfindliches Mikrofon, so dass eine Verständigung innerhalb der Wohnung möglich ist. Dadurch wird erreicht, dass auch die entfernt vom Basisgerät gestürzte Person mit dem Angehörigen oder der Notrufzentrale ohne Telefonhörer oder Handy sprechen kann. Die Technik ist so ausgelegt, dass man sich möglichst aus allen Räumen der Wohnung verständigen kann. Auch hier sollten Sie während der Installation die Sprachverständlichkeit und Lautstärke beim Kontakt mit der Notrufzentrale testen. Die Freisprechdistanz beträgt bis zu 50 Meter, so dass häufig auch Keller, Garten usw. mit abgedeckt sind. Doch auch hier, wie oben beim Funkfinger erwähnt, ist eine einwandfreie Funktionsweise von der Bausubstanz Ihrer Wohnung oder Hauses abhängig. Stellen Sie beim Test fest, dass-+ in manchen Räumen keine Sprachverständigung möglich ist, sollten Sie auch hier einem mobilen Notruf den Vorzug geben.     

Der Hausnotruf für Senioren, die gerne unterwegs sind

 

Notruf SmartLife an einem Schlüsselbund
Einen Notruf gibt es auch mittlerweile in einem unauffälligen Design ohne zu stigmatisieren.
Ein mobiler Hausnotruf ist ein satellitengestütztes Notrufsystem inklusive GPS-Lokalisierungsmöglichkeit. Das kleine, handliche Gerät, welches Sie immer am Körper tragen, kommt im Gegensatz zum klassischen Hausnotruf ohne Funkfinger aus, kann aber auch mit einem separaten Funkfinger genutzt werden. Der mobile Hausnotruf ist mit einer SIM-Karte ausgestattet und funktioniert mit der neuesten 4G-Technologie. Mit 4G lassen sich Transfergeschwindigkeiten von bis zu 500 MBit/s (Download) und 100 MBit/s (Upload) erreichen. Das bedeutet, theoretisch könnte man eine MP3-Datei von durchschnittlicher Länge in weniger als einer Sekunde herunterladen. Die 4G-Netzabdeckung in Deutschland liegt bei über 77 Prozent. Bei einem mobilen Notruf sollte man vorab auch immer den Netzempfang in seiner Umgebung überprüfen und austesten. Möglicherweise kann in Tiefgaragen oder Aufzügen von Hochhäusern der Empfang gestört sein. In einem Notfall wird auf Knopfdruck, am mobilen Notrufgerät, eine Freisprechverbindung über das GSM-Netz zu eine Notrufzentrale oder Angehörigen hergestellt. Mikrofon und Lautsprecher sind immer im mobilen Notruf integriert. Dadurch tragen Sie ihre Sprachverbindung direkt bei sich, im Gegensatz zum klassischen Hausnotruf, wo die Sprechverbindung in der Basisstation integriert ist, welche Sie nicht an Ihrem Körper haben. Mobile Notrufsysteme verfügen darüber hinaus auch über ein GPS-Ortungssystem. Mit Hilfe dieser Technik können Sie überall genauestens geortet werden.

Was ist GPS

  GPS steht für Global Positioning System, ein vom amerikanischen Militär entwickeltes System, welches eine weltweite Positionsbestimmung auf Grundlage von Satellitensignalen ermöglicht. Die GPS-Satelliten senden dazu Signale, aus denen die GPS-Empfänger ihre aktuelle Position errechnen können. Die zivile Nutzung dieses System ist kostenlos möglich!

Wie funktioniert GPS?

Die Positionsbestimmung eines GPS-Gerätes basiert auf der Laufzeitberechnung der empfangenen Satellitensignale. Jeder GPS-Satellit sendet ein permanentes Signal aus, welches u.a. Informationen zur aktuellen Position des Satelliten und der Uhrzeit enthält, zu der das Signal ausgesendet wurde. Aus der Zeitdifferenz zwischen Sende- und Empfangszeitpunkt kann der Empfänger die Entfernung zum Satelliten berechnen. Stellt man sich dies nun einmal bildlich vor, ergibt sich folgendes Szenario: Mit einem Satellitensignal „weiß“ der Empfänger, dass er sich in einer bestimmten Entfernung zum Satelliten befindet. Er muss folglich auf der Oberfläche einer (gedanklichen) Kugel sein, deren Zentrum der Satellit ist. Mit einem zweiten Satellitensignal schränkt sich die mögliche Position weiter ein: der Empfänger muss sowohl auf der Kugel um den ersten als auch auf einer Kugel um den zweiten Satelliten sein: die Schnittmenge zweier Kugeloberflächen ergibt einen Kreis. Kommt ein drittes Satellitensignal (mit einer dritten Kugel) hinzu, reduziert sich die Möglichkeit der eigenen Position auf zwei Punkte. Und mit einem vierten Satelliten kann letztendlich jeglicher Zweifel ausgeschlossen werden: die Position (im dreidimensionalen Raum) kann genau bestimmt werden. Jeder, der ein GPS-Gerät besitzt, wird jetzt sagen: „Ich habe aber auch schon mit weniger Satelliten eine Position von meinem GPS-Gerät erhalten!“ Das stimmt auch. Allerdings benötigt der Empfänger für die erste Positionsermittlung diese vier Satelliten. Anschließend kann er zeitweise auch mit weniger Signalen auskommen, da der Empfänger davon ausgeht, dass man sich nicht im Zickzackflug quer über unseren Planeten bewegt.  

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