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Allein leben mit Demenz – mit diesen Tipps geht’s

Ein Demenzkranker möchte seine Schuhe in die Mikrowelle legen.
Inhaltsverzeichnis
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Wer möchte nicht so lange wie möglich in seinen eigenen vier Wänden alt werden? Gerade für Menschen mit einer Demenzerkrankung ist die gewohnte Umgebung besonders wichtig. Doch allein leben mit Demenz – geht das überhaupt? Diese kleinen Maßnahmen und Tipps können dabei helfen, dass sich Demenz Erkrankte in ihrem Zuhause besser zurechtfinden und allein leben können.
Das Wichtigste in Kürze

Muss man bei Demenz ins Heim?

Viele ältere Menschen möchten in den eigenen vier Wänden alt werden – auch wenn sie diese mit niemandem teilen. Zahlen zeigen, dass jeder dritte über 65-Jährige alleine wohnt – darunter deutlich mehr Frauen als Männer. 

Doch mit dem Alter wächst das Risiko, an Demenz zu erkranken. Wird eine Demenz oder Alzheimer diagnostiziert, ist das Umfeld, ob der Betroffene mit Demenz weiterhin allein zu Hause leben kann. Aber: Das selbstgewählte Zuhause ist wichtig für die Erkrankten, sagen Fachleute. 


Pflegeheim kann die Gesundheit gefährden

Wenn eine Person gegen ihren ausdrücklichen Wunsch aus ihrem gewohnten Zuhause ausziehen und in eine Pflegeeinrichtung umziehen muss, kann sich dies negativ auf ihren gesundheitlichen Zustand auswirken. Gleichzeitig sind Befürchtungen, dass sie sich selbst oder andere in Gefahr bringen könnte, nicht unbegründet. Es stellt sich daher die Frage, wie dieser Zielkonflikt angemessen gelöst werden kann.

Damit Menschen mit Demenz möglichst lange eigenständig und selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können, müssen bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sein.

Diese lassen sich in vier zentrale Aspekte gliedern:

  1. Ein offener und ehrlicher Umgang mit der Erkrankung
  2. Ein unterstützendes und achtsames Umfeld
  3. Ein tragfähiges soziales Netzwerk 
  4. Ein Zuhause, das für Demenzkranke sicher ist und ihren besonderen Bedürfnissen angepasst wurde

Um allein mit Demenz zu leben, muss man offen mit der Krankheit umgehen

Erste Voraussetzung als Demenzkranker ist, zu akzeptieren, dass man Unterstützung braucht. „Das ist oft die größte Hürde“, sagt Ulrike Döring von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen in Deutschland (ADS).

Manche Betroffene verschweigen erste Anzeichen – aus Angst, dann vielleicht in ein Heim zu müssen. Dabei muss das nicht sein. Unter Umständen kann man auch mit Demenz vorerst allein zu Hause wohnen bleiben. Der Betroffene selbst sollte möglichst offen mit seiner Krankheit umgehen.

„Das erfordert Mut“, räumt Saskia Weiß von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ein. Aber gibt jemand freimütig zu, dement zu sein und sich deshalb manchmal nicht zurechtzufinden, stößt dies bei anderen oft auf Verständnis und Hilfsbereitschaft.

Generell sollte das Umfeld einem Demenzkranken aber nur an den Stellen zur Seite stehen, wo er Unterstützung braucht. Ist jemand noch mobil, hat aber Schwierigkeiten bei der Orientierung, muss man ihm zum Beispiel nicht gleich das Einkaufen abnehmen. Besser ist es, eine Begleitung zu organisieren.


Ein aufmerksames Umfeld unterstützt das Alleinleben mit Demenz

Ein Demenzkranke Frau beim Einkaufen. In der Hand hält sie zwei Brötchen.
Das Umfeld des Demenzkranken sollte sensibilisiert werden, um dem Betreffenden eine sichere Orientierung zu bieten, damit er weiterhin gut alleine zu Hause leben kann.

Menschen mit einer Demenz benötigen vor allem eine sichere, Orientierung bietende Umgebung, die es ihnen ermöglicht, sich weitgehend selbstständig und stressfrei in ihrem vertrauten Umfeld zu bewegen.

Trotz aller mit der Erkrankung verbundenen Herausforderungen gibt es viele Dinge, die sie noch gut beherrschen, vor allem in ihrem gewohnten Lebensumfeld. Wenn es gelingt, ihnen hier Sicherheit zu geben, werden viele Dinge im Alltag einfacher – sowohl für den Demenzkranken, als auch für dessen Angehörigen.

Dabei sollten das alltägliche Umfeld, wie das Verkaufspersonal im Supermarkt oder der Bäckerei, der Bankangestellte sowie die Streifenpolizistin oder der Streifenpolizist mit ins Boot geholt werden. Menschen, die für das Thema Demenz sensibilisiert sind, wissen, wie sie mit den Betroffenen in bestimmten Situationen umgehen müssen. Dabei sollten sie auch verstehen, dass Menschen trotz einer Demenzerkrankung weiterhin das Recht auf ein Leben nach ihren eigenen Vorstellungen haben und dazu gehört auch mit Demenz allein zu Hause zu leben.


Wichtig ist ein tragfähiges soziales Netz für den alleinlebenden Demenzerkrankten

Studien im angloamerikanischen Raum haben gezeigt, dass Menschen mit Demenz alleine annähernd so sicher leben können wie solche, die mit Angehörigen zusammenwohnen, wenn sie in ein tragfähiges soziales Netz eingebunden sind. „Voraussetzung für ein weiteres Alleinleben einer dementen Person ist in aller Regel ein funktionierendes soziales Netzwerk“, meint auch Saskia Weiß. Jemand muss im Hintergrund die Fäden in der Hand halten.

Ein ambulanter Pflegedienst etwa übernimmt die Medikamentengabe, eine Hilfe kümmert sich um bestimmte Tätigkeiten im Haushalt, das Mittagessen liefert ein Anbieter von „Essen auf Rädern“, Eine Alltagsbetreuerin begleiten den Betroffenen gelegentlich zu Essensrunden oder etwa zu Museumsbesuchen. So ist gewährleistet, dass Menschen mit Demenz in ihrem Alltag weiter Kontakte pflegen und gut allein leben können mit ihrer Demenz.

Auch Nachbarn kann man mit einbeziehen. „In vielen Kirchengemeinden gibt es zudem Ehrenamtliche, die einen Demenzkranken regelmäßig zu Hause besuchen“, sagt Saskia Weiß. Meist koordinieren die Kinder oder andere Angehörige das Netzwerk. Und wenn keine Angehörigen da sind? „Dann sind es oft die ambulanten Pflegedienste, die bei Bedarf für einen Demenzkranken weitere Unterstützung organisieren“.

Aber: „Auch bei bester Organisation ist eine 24-Stunden-Betreuung nicht möglich“, sagt Weiß. Darum benötigt der Demenzkranke einen Hausnotruf oder eine Notrufuhr mit GPS. Das ist ein kleiner Melder, den er an einem Band am Arm oder an einer Kette um den Hals trägt und im Notfall drückt. 

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Um gut mit Demenz zu leben darf der Wohnraum nicht zum goldenen Käfig werden

Bevor Sie sich Gedanken über die optimale Wohnungsanpassung machen, bedenken Sie, dass Demenz nicht zwingend bettlägerig bedeutet. So normal wie möglich weiterzuleben, sollte das Ziel sein. Besonders wichtig dabei ist, dass der Demente nicht „eingesperrt“ wird. Halten Sie den Kontakt zu alten Bekannten aufrecht und sorgen Sie für regelmäßige Bewegung an frischer Luft. Kurze Spaziergänge oder einfach nur das Verweilen auf der Terrasse oder dem Balkon, so wie früher, sind dafür völlig ausreichend.

Statistik über die Anzahl an Demenzkranken in Deutschland im Jahr 2016, aufgeteilt nach Geschlecht und Alter.
Im Jahr 2016 waren insgesamt 128.000 Deutsche zwischen 70 und 74 Jahren an Demenz erkrankt.

Das Zuhause für den Demenzkranken sicher machen

Rund 67 Prozent aller Demenzkranken leben auch weiterhin in den eigenen vier Wänden. Die Verantwortung der pflegenden Angehörigen ist groß und ohne fremde Unterstützung kaum zu bewältigen. Bei aller Fürsorge darf man dem Dementen aber nicht jegliche Selbstständigkeit nehmen, muss aber dafür sorgen, dass sein Zuhause seiner Krankheit angepasst wird.

Wohnraumanpassung bei Demenz – worauf kommt es an?

Eine Anpassung der Wohnung bedeutet nicht, dass alles komplett umgestaltet oder durch neue Möbel ersetzt werden muss. Im Gegenteil: Ein radikaler Umbau kann sogar nachteilig sein, da Menschen mit Demenz stark auf vertraute Orientierungspunkte angewiesen sind. Gewohnte Rückzugsorte und liebgewonnene Plätze – etwa der vertraute Fernsehsessel – geben Sicherheit und fördern das Wohlbefinden.

Gut gemeinte Neuanschaffungen wie moderne Aufsteh- oder Massagesessel bewirken daher nicht selten das Gegenteil. Veränderungen sollten deshalb stets behutsam und schrittweise erfolgen.

Da Demenzerkrankungen überwiegend im höheren Lebensalter auftreten, kommen häufig altersbedingte Einschränkungen hinzu. Dazu zählen beispielsweise eine nachlassende Seh- und Hörfähigkeit. Ältere Menschen benötigen meist eine bessere Ausleuchtung der Räume, um sich sicher orientieren und lesen zu können.

Gleichzeitig reagieren sie empfindlicher auf Lärm und Hintergrundgeräusche. Hinzu kommt ein erhöhtes Sturzrisiko, das unter anderem durch typische altersbedingte Erkrankungen begünstigt wird. Diese Aspekte machen deutlich, wie wichtig es ist, die Wohnumgebung kritisch zu prüfen und an individuelle Bedürfnisse anzupassen.

Tipps für eine barrierearme Wohnung 

Ziel sollte es sein, die Wohnung möglichst barrierearm und sicher zu gestalten. Potenzielle Gefahrenquellen – wie lose Teppiche, herumliegende Kabel oder kleine Möbelstücke im Laufweg – sollten entfernt oder gesichert werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass ausreichend Platz für Gehhilfen wie einen Rollator vorhanden ist.

Entscheidend ist dabei die Balance: Die betroffene Person soll so viel Selbstständigkeit wie möglich behalten, vorhandene Fähigkeiten sollen gestärkt und gleichzeitig bestehende Einschränkungen ausgeglichen werden – immer mit dem Fokus auf größtmögliche Sicherheit.

Leben mit dem Vergessen heißt das Suchen reduzieren

Ein Kühlschrank in dem Pantoffeln und ein Zahnputzbecher mit zwei Zahnbürsten liegen.
Persönliche Dinge sollte immer am richtigen Platz liegen. Durch eine übersichtliche Orientierung kann der Demenzkranke gut zu Hause alleine leben.

Menschen mit Demenz verbringen oft viel Zeit damit, Dinge zu suchen. Deshalb ist es wichtig, dass persönliche Gegenstände wie Kleidung, Haustürschlüssel, Handtasche, Geldbeutel, Bücher, aber auch Zahnbürste oder Kamm immer an ihrem festen Platz aufbewahrt werden. So können die Betroffenen an Vertrautes anknüpfen. Dasselbe gilt für Lieblingsplätze, wie den Sessel am Fenster oder den gewohnten Platz am Esstisch. Weniger wichtige Dinge können dagegen reduziert werden, um Orientierung zu erleichtern.

Da das Orientierungsvermögen bereits in frühen Stadien der Demenz abnimmt, profitieren Betroffene von einer klar strukturierten und übersichtlichen Umgebung, die ein selbstständiges Leben zu Hause ermöglicht. Erinnerungsstücke aus der Vergangenheit sollten dabei bewusst ausgewählt und in begrenzter Anzahl eingesetzt werden. Oft meinen Angehörige, dass möglichst viele Erinnerungsstücke sinnvoll seien, nach dem Motto „viel hilft viel“. In Wirklichkeit kann eine Überfülle an Gegenständen das Gehirn überfordern und die Orientierung zusätzlich erschweren.

Hilfreich ist deshalb ein Umfeld, das Orientierung und Sicherheit unterstützt:

  • vertraute und übersichtliche Möbelanordnung
  • Beibehaltung der gewohnten Ordnung bei Möbeln und persönlichen Gegenständen
  • Reduzierung von Reizen – klare Strukturen statt Unordnung

Räumliche Orientierung sorgt für ein gutes Leben mit Demenz

Auch die Orientierung im eigenen Alltag fällt Menschen mit Demenz im Verlauf der Erkrankung zunehmend schwer. Zunächst betrifft dies vor allem unbekannte Orte, später kann es aber auch den vertrauten Wohnbereich einschließen. Selbst Wege zum Schlafzimmer oder zur Toilette werden dann schwer auffindbar, was den Alltag für Betroffene und ihre Angehörigen deutlich komplizierter macht.

Eine einfache und wirkungsvolle Unterstützung sind Piktogramme. Diese können gekauft oder selbst gestaltet werden. So lassen sich etwa Schränke in Küche oder Schlafzimmer mit Bildern markieren, die zeigen, was darin aufbewahrt wird. Besonders wichtig ist eine klare Kennzeichnung der Badezimmertür. Oft ist es zudem hilfreich, die Tür geöffnet zu lassen, sodass das WC direkt sichtbar ist und der Raum leichter erkannt wird.


Zeitliche Orientierung erleichtern

Schon früh kann die zeitliche Orientierung bei Demenz gestört sein. Da Zeit ein abstraktes Konzept ist, das ständig im Wandel ist, entstehen leicht stressige Situationen: Termine werden vergessen oder verwechselt, der Tagesablauf gerät durcheinander, und selbst das Bewusstsein für Jahreszeiten kann nachlassen. Aussagen wie „In zehn Minuten geht es los“ sind oft nur schwer nachvollziehbar.

Hilfreich sind spezielle Kalender, die neben Datum und Uhrzeit auch die Jahreszeit darstellen. Dabei sollten die Angaben klar ausgeschrieben sein, und die Jahreszeit kann durch Bilder, Fotos oder Dekoration im Raum sichtbar gemacht werden. Auch eine jahreszeitlich passende Bepflanzung auf dem Balkon unterstützt das Erleben der Jahreszeiten. Der oft gestörte Tag-Nacht-Rhythmus lässt sich durch spezielle Lampen verbessern, die den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen oder die Aktivität anregen.

Weitere praktische Orientierungshilfen sind:

  • gut sichtbare Uhren mit großen Zeigern oder ein Wecker in Blickrichtung vom Bett
  • ein übersichtlicher, groß lesbarer Kalender zur Einordnung der Wochentage
  • ein strukturierter Tagesplan mit den wichtigsten Terminen, gut sichtbar in Küche oder Flur
  • saisonale Dekoration, z. B. Osterkranz, Sommerblumen oder Adventsschmuck

Struktur im Kleiderschrank

Viele Demenzkranke können sich noch selbst an- und ausziehen. Damit das gelingt, sollte der Kleiderschrank übersichtlich gestaltet sein: Fächer groß und nur teilweise gefüllt, in jedem Fach nur eine Kleidungsart (Pullover, Socken, Hosen). Alles sollte auf einen Blick erkennbar sein; wenn möglich, können die Türen entfernt werden.


Orientierung in der Küche

Im frühen Stadium der Erkrankung können Hausarbeiten und tägliche Rituale wie das Kaffeekochen oft noch selbst erledigt werden. Wichtig ist, Sicherheitsmaßnahmen zu treffen und die Umgebung anzupassen:

  • Herd, Wasserkocher und Kaffeemaschine mit automatischer Abschaltung
  • Reduktion von Geschirr auf das Wesentliche
  • offene Regale oder leicht zugängliche Schränke
  • Oberschränke auf Greifhöhe montieren
  • Reinigungsmittel sicher verschließen oder außerhalb der Küche aufbewahren
  • kleine Sitzecke mit vertrauten Gegenständen schaffen

Minimalismus im Badezimmer

Im Bad gilt: Weniger ist mehr. Nur die nötigsten Hygieneartikel sollten leicht erreichbar aufbewahrt werden – Zahnbürste, Kamm, Tagescreme. Alles andere kann von Angehörigen verstaut werden.

Schutz vor Überschwemmung und Verbrühungen

Vergesslichkeit kann zu gefährlichen Situationen führen, wie offengelassenem Wasserhahn oder Überflutungen. Altbewährte Armaturen mit Kreuzgriff sind oft einfacher zu bedienen als moderne Einhebelmischer. Farbige Markierungen (rot/blau) helfen bei der Temperaturerkennung. Überläufe an Waschbecken und Badewanne kontrollieren und ebenerdige Duschen, Haltegriffe sowie rutschfeste Böden sorgen für mehr Sicherheit.


Angst auslösende Elemente vermeiden

Viele alltägliche Dinge können bei Demenzängste auslösen:

  • dunkle Flächen wirken wie Abgründe (z. B. schwarze Fußmatten)
  • Türen in Wandfarbe oder weiße Lichtschalter/Sanitärobjekte sind schwer erkennbar
  • Spiegel gegenüber von Türen können verwirren, der Betroffene könnte denken, der Raum sei besetzt
  • spiegelnde Böden werden oft als Wasser wahrgenommen

Die Umgebung sollte daher kontrastreich, klar strukturiert und frei von irritierenden Elementen gestaltet werden.

Smart-Home-Geräte nutzen, um besser allein leben zu können mit Demenz

Demenzuhr
Eine Demenzuhr kann eine große Unterstützung sein.

Gerade für Menschen mit Demenz, die alleine wohnen, kann Smart-Home-Technik eine wertvolle Unterstützung bieten. Von Herdwächtern über Wassermelder bis hin zu Kochsensoren gibt es inzwischen zahlreiche Geräte, die das tägliche Leben sicherer machen. Ein Induktionskochfeld mit Sensor verhindert zum Beispiel ein Überkochen, während ein Bratsensor den gewünschten Bräunungsgrad automatisch regelt. Auch das lästige Einstellen der Temperatur übernimmt oft eine „Perfect Cook“-Funktion.

Für Angehörige kann eine Notrufuhr mit GPS Entlastung bringen. Szenarien wie das eigenständige Aufbrechen zu einem Spaziergang und das Verlieren des Orientierungssinns sind nicht selten. Mit einer Notrufuhr auf der Uhr können Angehörige den Betroffenen anrufen und per Freisprecheinrichtung mit ihm sprechen. Reagiert die Person nicht, lässt sich ihr Standort ermitteln, sodass im Ernstfall gezielt Hilfe gerufen werden kann – oder es reicht, schnell etwas Vorbereitendes zu tun, wie eine warme Jacke bereitzulegen.


Grenzen des Alleinlebens mit Demenz

Trotz technischer Hilfen gibt es Grenzen für das selbstständige Leben. Wenn die Erkrankung so weit fortschreitet, dass die Person sich oder andere gefährdet, kann ein Umzug in eine betreute Einrichtung notwendig werden. Weigert sich der Betroffene, können Gerichte eine rechtliche Betreuung anordnen.

Ein solcher Antrag wird in der Regel von einer Person gestellt, die beobachtet hat, dass der Betroffene seine Angelegenheiten nicht mehr zuverlässig regeln kann – etwa ein Nachbar oder ein Angehöriger. Das Gericht prüft den Hinweis und entscheidet im Einzelfall. Pauschale Aussagen darüber, ab wann Menschen mit Demenz nicht mehr alleine leben können, sind nicht möglich. Jede Entscheidung muss individuell getroffen werden.

Quelle: Deutsche Presse-Agentur 

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