Magazin

Darum lohnt sich ein Rollator-Training

Rollator im Vordergrund. Ein Seniorenpaar auf der Couch im Hintergrund
Inhaltsverzeichnis
Noch Fragen? Wir helfen Ihnen gerne persönlich weiter.
Nicht immer lässt sich ein Rollator leicht bedienen. Spätestens beim Einsteigen in den Bus oder beim Manövrieren an engen Stellen haben Senioren häufig Probleme. Abhilfe schafft spezielles Rollator-Training. Wir zeigen Ihnen, was es bringt und worauf Sie im Umgang mit Ihrer neuen Gehhilfe achten sollten.
Das Wichtigste in Kürze

Mit einem Rollator-Training Rollator-Hindernisse im Alltag meistern

Die ersten Rollatoren tauchten Anfang der 1990er Jahre im Straßenbild auf. Seitdem werden sie immer mehr und vor allem von Senioren genutzt. Gar keine Frage: Ein Rollator ist für viele Menschen wirklich eine tolle Hilfe in den verschiedensten Lebenslagen und macht es möglich, trotz körperlicher Einschränkungen mobil und unabhängig zu bleiben.

Der Umgang und die Handhabung von einem Rollator ist allerdings ohne Training nicht so leicht, wie es vielleicht aussieht. Oftmals stürzen ältere Menschen auch mit Rollator. Meistens deshalb, weil sie nicht gelernt haben, diesen richtig zu nutzen oder die Bremsen falsch eingestellt sind.

Außerdem gibt es einfach auch viele Situationen, die mit dem Rollator Hindernisse im Alltag darstellen. Wie mit vielen Dingen im Leben setzt die optimale Nutzung und Beherrschung des Rollators eine gründliche, alltagstaugliche Einführung und ein gewissenhaftes Training bzw. Schulung voraus, um mit maximaler Sicherheit und geringem Kraftaufwand künftige Wege, auch im Straßenverkehr, sicher zu bewältigen.

 

Rund um die Uhr sicher!

✓ Zuhause und unterwegs
✓ Präzise GPS-Ortung
✓ Sofort einsatzbereit
✓ Lautsprecher und Mikrofon integriert

Jetzt kostenlos und unverbindlich beraten lassen:

 0221 46 78 19 87

Wer alles von einem Rollator-Training profitiert

Ein spezielles Rollator-Training kann hierfür sinnvoll sein – eine Art Führerschein für die Gehhilfe. Diesen kann man u. a. bei der Verkehrswacht, in Begegnungsstätten oder Seniorentreffs machen. 

Das Rollator-Training richtet sich an alle Rollator-Nutzerinnen und -Nutzer. Insbesondere auch an die Menschen, die mit dem Gedanken spielen, sich einen Rollator anzuschaffen und bislang keine Erfahrungen und kein Training damit haben.

Das Interesse an solchen Fahrtrainings ist groß und zeigt, dass Senioren gerne eine solche Lehrstunde annehmen. Bei den Fahrsicherheitstrainings lernen Senioren in Theorie und Praxis den richtigen Umgang und die richtige Fahrweise mit der Gehhilfe.


Wie läuft ein Rollator-Training ab?

Am Anfang jeder Veranstaltung erfolgte eine Rollator-Überprüfung und sofern notwendig die Neueinstellungen des Rollators. Den Einstieg in das Rollator-Training bildet ein theoretischer Teil, um grundsätzliche Informationen und Hintergründe zu verdeutlichen; gleichzeitig wird die gemeinsame Zielsetzung erarbeitet, die individuell auf die jeweilige Gruppe zugeschnitten wird.

Nach den theoretischen Aspekten erfolgt im Rollator-Training ein praktischer Teil, hier werden Übungen direkt mit dem eigenen Rollator absolviert. Hier lernen die Senioren letztlich die Umsetzung  in alltäglichen und realen Situationen, wie zum Beispiel die Nutzung von Bus und Bahn, oder der Besuch der jeweiligen Innenstadt, sicher mit dem Rollator zu meistern. Zum Ende des Rollator-Trainings erhalten die Teilnehmer einen Rollator-Führerschein.


Slalom mit dem Gehwagen

Ursula Maslowski hat bei einem solchen Rollator-Training, das die Polizei angeboten hat, teilgenommen. Sie nutzt ihren Rollator täglich. „Davor saß ich im Rollstuhl“, sagt die 84-Jährige dem Spiegel, die seit fünf Jahren im St.-Mauritius-Stift in Bochum lebt.

Mit dem Rollator kann sie immerhin kurze Strecken gehen. Vor allem beim Bremsen und beim Überwinden von Bordsteinen sei sie durch das Rollator-Training sicherer geworden. Busfahren traut sie sich mit dem Rollator aber nicht alleine, „nur in Begleitung“. In den Trainings werden die Teilnehmer mit den fast immer gleichen Stolperfallen, welche im Rollator-Alltag Probleme bereiten, konfrontiert. 


Richtige Rollator-Einstellung

Ein Senior unterwegs mit seinem Rollator.
Wichtig ist, den Rollator auf sich persönlich richtig einzustellen. Ansonsten drohen u. a. Rückenbeschwerden. Auch dies lernt man im Rollator Training.

Zur richtigen Höheneinstellung des Rollators stellt man sich aufrecht und mit locker hängenden Armen zwischen die hinteren Räder. Korrekt eingestellt ist der Rollator, wenn sich die Handgelenke auf gleicher Höhe mit den Handgriffen befinden und die Griffe mit leicht gebeugten Armen umfasst werden können.

So genutzt, gibt es auch bei längeren Ausflügen keine Verspannungen im Schulter-Nackenbereich. Wenn aus therapeutischen Gründen eine andere Einstellung nötig ist, hilft der Fachhandel. Richtig mit dem Rollator bewegt sich, wer die Füße auf gleicher Höhe wie die hinteren Räder hat und „mit dem Rollator“ geht.

 

Tipp

Alleine gehen nicht ganz verlernen: Hat man sich einmal an das Gehen mit dem Rollator gewöhnt, neigt so mancher dazu, diesen zu seinem ständigen Begleiter zu machen. Wenn es ohne wirklich nicht mehr geht, ist der Rollator natürlich eine ganz große Hilfe. Allerdings ist das nicht immer der Fall. Seien Sie in diesem Punkt ganz ehrlich zu sich und überlegen Sie sich genau, ob Sie kleinere Gänge nicht doch noch alleine machen können. Das schult Ihre Koordination und Sie bleiben bis ins hohe Alter fit.

Das gilt es bei der Rollator-Nutzung zu beachten 

Einsatz von Bremsen und Sichern

Zur eigenen Sicherheit sollten die Bremsen des Rollators vor jeder Nutzung auf einwandfreie Funktion geprüft werden. Beim Stehenbleiben, Parken, Hinsetzen und Aufstehen muss die Feststellbremse betätigt werden.

Richtig stehen an der Ampel

Kaum schaltet die Ampel auf Grün, springt sie auch schon wieder auf Rot. Für Menschen mit Rollator ist es daher schwierig, inmitten einer größeren Menschenmenge sicher die Straße zu überqueren. Am besten sie stellen sich direkt nach vorne und machen auf sich aufmerksam. Besonders praktisch ist dafür eine kleine Fahrradklingel, die sich unkompliziert an der Gehhilfe befestigen lässt.

Gehen über Kopfsteinpflaster

Einen Stoßdämpfer hat die Gehhilfe nicht. Nicht verwunderlich, werden die Nutzenden bei gewissen Belägen ordentlich durchgeschüttelt. Wer regelmäßig auf unebenem Untergrund unterwegs ist, wählt am besten weichere Reifen oder große Räder. So spüren Senioren nicht jeden Hubbel. Auch im Park ist eine andere Bereifung oft sinnvoll, da die Wege häufig mit Kies oder Schotter bestreut sind.

Nutzung von Bus oder Bahn

Viele Busse können nicht abgesenkt werden. Deshalb ist es für Seniorinnen und Senioren wichtig zu wissen, wie sie den Rollator zum Einsteigen richtig ankippen und mit der Bremse sichern. Auch im Inneren gibt es Hürden: Auf dem glatten Boden rutschen Rollatoren bei Kurven oder Bremsmanövern leicht weg. Sicherheit schaffen hier gezieltes Rollator-Training und regelmäßige Übungen. Dort erfahren ältere Menschen außerdem, dass es in vielen Bussen spezielle Druckknöpfe mit Rollstuhlsymbol gibt – sie signalisieren dem Fahrer, dass er die Haltezeit verlängern soll.

Rollator in der Wohnung

Auch drinnen kann es mit dem Rollator Probleme geben. Die meisten Wohnungen sind nicht barrierefrei. In vielen Zimmer kommen Rollator-Nutzende nur schwer um die Ecken rum und Türen öffnen sich häufig nur nach innen. Um diese Hindernisse zu meistern, müssten Senioren die Gehhilfe hochheben. Allerdings gelingt das vielen Menschen mit einer Gehbehinderung nicht. Auch das Rückwärtsgehen, beispielsweise um sich auf ein Sofa zu setzen, ist für viele schwer.

Bei rutschigen Flächen oder Eis

Besonders bei nassem Wetter, Matsch oder Glätte wird die Nutzung eines Rollators zur Herausforderung – vor allem, wenn die nötige Übung fehlt. Hinzu kommt, dass viele ältere Menschen zusätzlich unter eingeschränktem Sehvermögen leiden. Bildet sich eine Eisschicht auf den Straßen, helfen rutschfeste Schuhe mit Spikes, um sicherer unterwegs zu sein. In der dunklen Jahreszeit oder bei schlechter Sicht erhöhen außerdem Reflektoren am Rollator die Sicherheit. Entsprechendes Zubehör ist zum Beispiel im Sanitätsfachhandel erhältlich.

Sichtbarkeit verbessern

Gerade bei schlechten Sichtverhältnissen sollten Rollator-Nutzer helle und reflektierende Kleidung tragen, damit andere Verkehrsteilnehmer sie rechtzeitig erkennen und entsprechend reagieren können. Auch der Rollator selbst sollte mit reflektierendem Material oder zusätzlicher Beleuchtung – am besten mit integriertem Dämmerungssensor – ausgestattet werden.

Wenn es bergab geht

Bergab neigen Rollatoren dazu, schneller zu werden. Um die Geschwindigkeit zu kontrollieren, empfiehlt es sich, die Bremse leicht angezogen zu halten – so bleibt das Tempo gedrosselt. Auch die Lenkung kann über die Bremsen unterstützt werden: Wird eine Seite sanft gebremst, steuert der Rollator automatisch in diese Richtung.

Für Menschen mit bestimmten Erkrankungen, wie etwa Parkinson, ist dies jedoch kaum umsetzbar, da sie den Bremsgriff durch das Zittern in den Händen nicht dauerhaft halten können. Ein anderer wichtiger Punkt betrifft die Reifen: Schmutz und Matsch können dazu führen, dass die Bremsen schlechter greifen. Deshalb sollten die Kontaktstellen regelmäßig nach Spaziergängen gereinigt werden. Praktisch gelingt das mit einer Spülbürste und etwas Wasser, das man beispielsweise in einer leeren Getränkeflasche mitnehmen kann.


Ziel des Rollator-Trainings

Beim Rollator-Training wird auf alle diese Alltagsprobleme, die aufkommen, wenn Sie mit ihrem Rollator unterwegs sind, eingegangen und Sie werden darauf geschult in jeder Situation richtig und sicher zu handeln. Letztendlich, wenn das Laufen im Alter nicht mehr so leicht ist, kann ein Rollator eine gute Unterstützung sein. Doch wie oft im Leben benötigt man manchmal auch eine Einweisung, um mit seinem neuen Gefährt vertraut zu werden. Ein Rollator-Training lohnt sich! Fragen Sie einmal bei der Polizei oder auch der Verkehrswacht oder einem Nahverkehrsbetrieb.


Praktisches Zubehör für Ihren Rollator

Neben Sicherheitszubehör wie Lampen, Reflektoren und Klingel gibt es eine breite Palette an weiterem Zubehör. Informieren Sie sich, was für Sie sinnvoll ist, etwa eine Ankipphilfe, ein einstellbarer Rückengurt, ein Stock- und Schirmhalter oder ein Schloss. Viele Rollatoren haben einen Korb oder eine Netztasche, was zu schweren Einkäufen verleitet – doch Vorsicht! Wenn es zu Ungleichgewicht kommt, ist das Gefährt nicht mehr sicher steuerbar.


Den richtigen Rollator finden

Rollatoren sind längst salonfähig geworden und helfen Jahr für Jahr unzähligen Senioren, sich Ihre Mobilität und Unabhängigkeit zu bewahren. Dennoch zögern viele Menschen den Kauf einer Gehhilfe aus Stolz oder Scham möglichst lange hinaus und beschneiden sich so unnötig in der eigenen Flexibilität.

Andere verlassen sich schnell viel zu sehr auf Ihren Rollator und vergessen dabei glatt, dass sie kürzere Strecken ohne Probleme noch allein bewältigen können. Im Fachhandel erhält man kompetente Beratung und kann verschiedene Modelle ausprobieren. Unter diesem Link erhalten Sie nützliche Tipps zum Rollatorkauf.


Wer übernimmt die Kosten für einen Rollator

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für einen Standard-Rollator, der samt Einweisung und Service für drei bis fünf Jahre vom Sanitätsfachhandel zur Verfügung gestellt wird. Für Sonderwünsche fallen Zuzahlungen an.

Wartung nicht vergessen

Wie ein Fahrrad müssen auch Rollatoren regelmäßig vom Fachhandel überprüft und beispielsweise die Bremsen nachjustiert werden.

Rund um die Uhr sicher!

✓ Zuhause und unterwegs
✓ Präzise GPS-Ortung
✓ Sofort einsatzbereit
✓ Lautsprecher und Mikrofon integriert

Jetzt kostenlos und unverbindlich beraten lassen:

 0221 46 78 19 87

Picture of Redaktion ProVita
Redaktion ProVita

Das Online-Magazin von ProVita ist eine führende Informationsplattform rund ums Älter werden. Es bietet fundierte Artikel aus Bereichen wie Gesundheit, Pflege, Freizeit, Finanzen und Sicherheit, um das selbstbestimmte Leben im Alter zu unterstützen und bereichern.

Weitere aktuelle Artikel
Schlagwörter:,
Diesen Artikel teilen

Kontakt

Sicherheit beginnt mit der richtigen Entscheidung. Lassen Sie sich von ProVita persönlich zum optimalen Notrufsystem und dem passenden Abo kostenfrei beraten.

Einfach Formular ausfüllen, absenden und wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung.

Datenschutz

HINWEIS: Bei einem Klick auf den Button SENDEN kommt es nicht zu einem Vertragsabschluss.

Kontakt

Sie benötigen mehr Informationen zum ProVita-Hausnotrufservice? Dann einfach Formular ausfüllen, absenden und wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung.

Datenschutz

HINWEIS: Bei einem Klick auf den Button SENDEN kommt es nicht zu einem Vertragsabschluss.

Informationsmaterial anfordern!

Informationsmaterial anfordern!

Einfach ausfüllen und 10% Rabatt sichern!​