Ist ein Sturz ein Notfall?
Über die Teppichkante gestolpert und Sie landen auf dem Boden. Schmerzen haben Sie keine, doch Sie kommen nicht mehr hoch. Sie drücken auf den roten Knopf Ihres Hausnotrufgerätes. Sofort werden Sie mit unserer Notrufzentrale verbunden und schildern Ihr Problem.
Der nette Mitarbeiter versucht, Ihre Angehörigen zu erreichen, die Ihnen beim Aufstehen helfen könnten. Vergebens. Also muss der Rettungsdienst diese Aufgabe übernehmen, doch dieser kommt nicht in Ihre Wohnung rein. Die Feuerwehr bricht die Haustür auf. Die Polizei verschließt sie danach wieder. Mehrere Rettungsfahrzeuge stehen vor Ihrem Haus, was das Interesse Ihrer Nachbarn weckt.
Ihre kaputte Tür müssen Sie auf eigene Kosten reparieren lassen – das macht 600 Euro. Ob Sie auch für den Rettungseinsatz aufkommen müssen, ist noch nicht sicher. Denn manche Gemeinden verlangen für solche „nicht echten Notfälle“ bei den Hilfesuchenden Geld.
Was sind echte Notfälle?
Denn: Rettungsdienste stehen für „echte Notfälle“ bereit, bei denen es so schnell wie möglich medizinische Hilfe braucht. Dazu zählen:
- Bewusstlosigkeit
- Atemnot
- Herzinfarkt-Verdacht (starke Brustschmerzen)
- Schlaganfall-Anzeichen
- Schwere Unfälle oder starke Blutungen
Manchmal ist ein Krankenwagen-Einsatz auch notwendig, obwohl keine akute Lebensgefahr besteht. Etwa bei Knochenbrüchen, hohem Fieber, Krampfanfällen oder starken Schmerzen.
Hier muss sorgfältig abgewogen werden. Unsere Notrufzentrale hilft bei dieser Einschätzung. Wer bei ProVita ein mobiles Notrufgerät oder einen Hausnotruf bezogen hat, kann die geschulten Mitarbeitenden rund um die Uhr erreichen. Telefonisch ist zudem der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 für eine solche Abwägung verfügbar.
Was passiert bei unberechtigten Notrufen?
Ein Krankenwagen sollte nur dann alarmiert werden, wenn keine andere sichere Transportmöglichkeit besteht und eine Verschlechterung des Zustands zu befürchten ist. Denn unnötige Einsätze belasten die Rettungsdienste und binden Ressourcen für „echte Notfälle“.
Trotzdem müssen Rettungsdienste jedem Notruf nachgehen. Stellen Sie einen Missbrauch fest, kann dies rechtliche Folgen haben. Dazu zählen Bußgelder oder Strafanzeigen wegen Täuschung oder Behinderung von Einsatzkräften.

Ist eine Aufstehhilfe nach einem Sturz ein Missbrauch von Rettungsdiensten?
Wer gestürzt ist und nicht mehr aufstehen kann, wird selbstverständlich nicht wegen Missbrauchs angezeigt. Trotzdem ist der Vorfall aus Sicht der Rettungskräfte eine Bagatelle, betont ProVita-Kundendienst-Mitarbeiter Dennis Klotz: „Schließlich müssen sie keine medizinische Hilfe leisten, sondern nur beim Aufstehen helfen.” Da könne es schon vorkommen, dass Hilfesuchende für den Einsatz zur Kasse gebeten würden.
Trotzdem möchte niemand stundenlang auf dem Boden liegen, wenn keine Angehörigen oder Nachbarn schnell vor Ort sein können. Und dies kommt öfter vor, als man denkt, so Dennis: „Besonders nachts hören viele das Telefon nicht. Leider kommt es dann häufig zu Stürzen oder Unwohlsein.”
Was ist die Alternative zum Krankenwagen?

Dennis Klotz empfiehlt deshalb einen Hausnotruf mit Schlüsselhinterlegung. Dank eines sicher hinterlegten Schlüssels gelangt der Mitarbeitende jederzeit in Ihre Wohnung. ProVita betreibt die Vor-Ort-Hilfe ProVita Assist in ganz Deutschland, sodass diese schnell bei Ihnen ist. Das funktioniert so:
- Alarmierung: Sie lösen mit Ihrem Notrufgerät einen Alarm aus und werden über die Sprechverbindung mit unserer Notrufzentrale verbunden.
- Kontakt mit der Notrufzentrale: Die Notrufzentrale klärt mit Ihnen die Lage. Handelt es sich nicht um einen lebensbedrohlichen Notfall, informiert sie ProVita Assist.
- Hilfe ist unterwegs: Ein geschulter Helfer macht sich auf den Weg zu Ihnen und gelangt mit einem hinterlegten Schlüssel in Ihre Wohnung.
- Hilfe erfolgt: Der Mitarbeitende von ProVita Assist hilft Ihnen etwa beim Aufstehen oder unterstützt Sie bei Unwohlsein. Stellt sich heraus, dass doch eine medizinische Behandlung notwendig ist, kontaktiert er einen Arzt oder den Rettungsdienst.
Dieser Service kostet 33 Euro pro Monat, und die Anzahl der Einsätze ist unbegrenzt. Eine kleine, aber sinnvolle Investition, um hohe Kosten für „unnötige“ Rettungseinsätze zu vermeiden. So werden nicht nur Rettungskräfte, sondern auch Angehörige entlastet. „Denn sie haben die Gewissheit, dass ihrem Liebsten rund um die Uhr geholfen wird“, so Dennis Klotz.
ProVita Assist,
Hausnotruf weiter gedacht.
Die schnelle Hilfe bei kleineren Notfällen – jederzeit, auch wenn Angehörige nicht erreichbar sind.
✓ Jederzeit erreichbar
✓ Alle Einsätze inklusive
✓ Innerhalb von 45 Minuten vor Ort
✓ Sichere Schlüsselhinterlegung
Wann kommt der Rettungsdienst und wann ProVita Assist?
| Nicht-medizinischer Notfall: ProVita Assist | Medizinischer Notfall: Rettungsdienst | |
| Wann? | Keine akuten medizinischen Notfälle; keine lebensbedrohlichen Situationen | Akute lebensbedrohliche Notfälle |
| Beispiele? | Hilfe beim Aufstehen, Schwindel, Schwächegefühl | Schwere Verletzungen, Herzinfarkt, Atemnot, Schlaganfall, starke Schmerzen |
| Was tun? | Knopfdruck auf das Notrufgerät | Notrufknopf drücken oder direkt 112 anrufen |
| Was passiert? | Persönliche Hilfe und Unterstützung | Medizinische Versorgung im Notfall |
Die wichtigsten Fragen und Antworten
Was ist ein medizinischer Notfall?
Ein medizinischer Notfall liegt beispielsweise bei Bewusstlosigkeit, Atemnot, starken Blutungen, schweren Verletzungen oder Anzeichen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls vor. In solchen Fällen sollte sofort der Rettungsdienst aufgeboten werden.
Wann ist ein Rettungswagen nicht unbedingt notwendig?
Nicht jede Situation, in der eine ältere Person Hilfe benötigt, ist ein medizinischer Notfall. Wer beispielsweise nach einem Sturz unverletzt ist, aber nicht selbstständig aufstehen kann, benötigt möglicherweise Unterstützung vor Ort statt einer medizinischen Behandlung. Diese können Angehörige oder eine Vor-Ort-Hilfe wie ProVita Assist leisten.
Wer hilft mir, wenn ich auf den Knopf meines Hausnotrufs drücke?
Das kommt auf die Art des Notfalles an. Bei einem Hausnotruf mit Vor-Ort-Service kann eine geschulte Einsatzkraft zur Wohnung fahren und dort Unterstützung leisten. Etwa, wenn Sie nach einem Sturz nicht mehr aufstehen können und keine Angehörigen verfügbar sind. Bei einem medizinischen Notfall wird dagegen der Rettungsdienst alarmiert.
Was passiert, wenn ich stürze und keine Angehörigen in der Nähe sind?
Wenn nach einem Sturz keine Angehörigen oder Nachbarn erreichbar sind, kann ein Hausnotruf mit professioneller Vor-Ort-Hilfe eine zusätzliche Absicherung bieten. Die Notrufzentrale klärt zunächst, ob ein medizinischer Notfall vorliegt. Ist keine medizinische Versorgung erforderlich, kann – je nach Anbieter – eine Einsatzkraft vor Ort helfen.
Wie erhalte ich die Vor-Ort-Hilfe ProVita Assist und was kostet sie?
ProVita Assist kostet pro Monat 33 Euro und die Anzahl der Einsätze ist nicht limitiert. Möchten Sie davon profitieren, klicken Sie einfach auf den unten stehenden Banner und füllen das Formular aus. Einer unserer Mitarbeitenden wird Sie im Anschluss kontaktieren und Sie beraten.
ProVita Assist,
Hausnotruf weiter gedacht.
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✓ Alle Einsätze inklusive
✓ Innerhalb von 45 Minuten vor Ort
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