Was sollten Sie vor dem Klinikaufenthalt organisieren?
Bevor Sie ins Krankenhaus gehen, sind viele Dinge im Haushalt und für die Familie zu regeln. Informieren Sie alle Personen, die es wissen sollten, über Ihren bevorstehenden Klinikaufenthalt, zum Beispiel Verwandte, Freunde, Nachbarn. Sollten Sie einen Pflegedienst in Anspruch nehmen, sollten Sie ihn auf jeden Fall informieren. Wenn Sie unerwartet ins Krankenhaus eingeliefert werden, geben Sie der Stationsleitung den Namen einer nahestehenden Person an, damit sie entsprechend benachrichtigt werden kann.
Unsere Pflegeberaterin empfiehlt:
„Erhalten Sie Pflegegeld? Dann denken Sie bitte daran, dass ab Pflegegrad 2 die halbjährliche Pflegeberatung gesetzlich vorgeschrieben ist.“
Diese sollte notwendige Dokumente und persönliche Sachen in die Klinik bringen. Dann sollte sie Ihre Wertsachen mit nach Hause nehmen und die wichtigsten häuslichen Dinge für Sie regeln. Dies könnte zum Beispiel sein, dass jemand die Versorgung von Ihren Haustieren und Pflanzen übernimmt. Wichtige Termine absagt und regelmäßig den Briefkasten leert. Wenn es erforderlich ist, sollten Sie einer Vertrauensperson eine Vollmacht erteilen, zum Beispiel eine Bank- oder Postvollmacht. Darüber hinaus sollten Sie Sorge tragen, dass Ihre laufenden Kosten wie zum Beispiel Miete, Telefon, Internet, Strom und Gas gedeckt sind bzw. bezahlt werden.
Persönliche Gegenstände sorgen fürs Wohlbefinden beim Klinikaufenthalt

Damit die Zeit im Krankenhaus für Sie so angenehm wie möglich verläuft, sollten Sie Nachtwäsche dabei haben, in der sie sich wohlfühlen und sehen lassen können und möchten. Auch bequeme Freizeitkleidung sollte man in den Klinikkoffer packen, sowie leicht an- und ausziehbare Schuhe für Wege innerhalb des Krankenhauses. Seife, Zahnputzzeug und Handtücher werden zwar bei Bedarf gestellt.
„Heimischer“ werden Sie sich aber fühlen, wenn Sie Ihre eigenen Toilettenartikel dabeihaben. Nicht vergessen sollten Sie Ihre medizinischen Hilfsmittel wie Gehstock, Brille oder Hörgerät. Diese werden sehr oft vergessen und dann vermisst, da sie für das eigene Wohlbefinden sehr wichtig sind. Damit man auch wirklich an alles denkt, empfiehlt es sich für den Klinikaufenthalt eine Packliste zu schreiben.
Die Mitnahme von Essen bei einem Klinikaufenthalt
Eigenes Essen mitbringen, ist nur begrenzt möglich: Gegen etwas mitgebrachtes frisches Obst oder dergleichen wird kaum ein Krankenhaus Einwände haben. Doch Mahlzeiten selbst mitbringen oder gar anliefern lassen, können Sie in den meisten Fällen nicht.
Mobilfunk und W-LAN in der Klinik

Während Handys noch vor einigen Jahren strikt verboten waren, dürfen Patienten und Besucher heute in vielen Kliniken außerhalb des Operations- und Intensivbereichs mobil telefonieren. Die Befürchtung, dass medizintechnische Geräte durch die Handy-Strahlung gestört werden, hat sich in den meisten Fällen als unbegründet erwiesen.
Dort, wo Mobilfunk nicht erlaubt ist, haben Patienten fast immer die Möglichkeit per Festnetz vom Bett aus auf eigene Rechnung zu telefonieren. Immer mehr Kliniken ermöglichen mittlerweile eine W-LAN-Nutzung. In der Regel müssen Sie dafür eine Gebühr bezahlen. Dafür bekommen Sie ein Passwort und können sofort mit Ihren eigenen Geräten wie zum Beispiel Laptop oder Smartphone ins Internet.
Bei einem Klinikaufenthalt Rücksicht nehmen bei Licht und Lautstärke
Radio und Fernseher am Bett – oder zumindest die Anschlüsse dafür – gehören zum Standard. Ebenso allerdings auch die Unterbringung in Zwei-, Drei- und manchmal sogar Vierbettzimmern. Da ist natürlich Rücksichtnahme gefordert. Radio und Fernseher sollten grundsätzlich nur mit Kopfhörer betrieben werden, den Sie am besten von zuhause mitbringen. Falls Sie diese vergessen haben, können Sie meist vor Ort Kopfhörer erwerben. Wenn Sie lesen möchten, während der Bettnachbar schläft, sollten Sie das ohne Deckenbeleuchtung sondern mit Hilfe der betteigenen kleinen Leselampe tun.