Warum viele Senioren Hilfsmittel ablehnen – ein Sanitätshaus-Experte erklärt die häufigsten Gründe
Inhaltsverzeichnis
Hilfsmittel erleichtern das Leben. Doch wie finden Senioren das passende und warum wollen so viele keins? Antworten hat René Lütz vom Kölner Sanitätshaus rahm.
Das Wichtigste in Kürze
Hilfsmittel erhalten Selbstständigkeit: Laut René Lütz vom Sanitätshaus rahm sind vor allem Rollatoren, Bad-Hilfsmittel und Elektromobile gefragt, weil sie Senioren dabei unterstützen, möglichst lange mobil und unabhängig zu bleiben.
Viele Senioren entscheiden sich zu spät: René Lütz beobachtet, dass Scham, Unsicherheit und fehlendes Wissen häufig dazu führen, dass Hilfsmittel erst genutzt werden, nachdem bereits ein Sturz oder ein anderer Vorfall passiert ist.
Gute Beratung schafft Akzeptanz: Nach Erfahrung von René Lütz wissen viele Menschen nicht, welche Hilfsmittel von Kranken- oder Pflegekassen übernommen werden. Eine individuelle Beratung – auch im häuslichen Umfeld – hilft dabei, passende und sinnvolle Lösungen zu finden.
Herr Lütz, Sie verkaufen im Sanitätshaus rahm Hilfsmittel. Welche sind bei den Senioren besonders gefragt? René Lütz: Der Rollator ist auf Platz 1, gefolgt von Hilfsmitteln für das Bad. Den dritten Platz belegt die E-Mobilität, also Elektrorollstühle und Elektromobile. Unsere Kundinnen und Kunden möchten so lange wie möglich mobil bleiben und eigenständig in ihren vier Wänden leben. Sie wollen ihren Tag frei einteilen und sich nicht nach den Zeiten eines Pflegedienstes oder ihren Angehörigen richten.
Trotzdem wünschen sich oft die Angehörigen, dass Senioren Hilfsmittel nutzen.
Ich schätze, dass dies etwa bei 40 Prozent unserer Kundschaft der Fall ist. Die Kinder merken etwa, dass der Vater etwas wackelig ist und möchten, dass er einen Rollator nutzt. Hier ist es schwieriger, die Betroffenen für ein Hilfsmittel zu begeistern – besonders, wenn sie von ihren Angehörigen nicht auf den Besuch bei uns vorbereitet wurden.
Zum Interviewpartner: René Lütz ist Orthopädietechniker und Gebietsleiter des Sanitätshauses rahm Köln West.
Was machen Sie in solchen Momenten?
Unsere Filiale in Köln-Nippes ist an einer belebten Straße. Ich sage unseren skeptischen Kunden, dass sie sich dort auf eine Parkbank setzen und die Passanten mit Rollator zählen sollen. Sie sind dann überrascht, wie viele damit unterwegs sind, und fühlen sich weniger allein. Oft ist die Scham groß, sich mit einem Hilfsmittel in der Öffentlichkeit zu zeigen. Bei einem Haltegriff fürs Bad oder einem Duschhocker ist die Akzeptanz wesentlich höher.
Haben die Menschen Angst, was die anderen denken?
Ja. Sie fühlen sich auch nicht alt, obwohl sie schon Mitte 80 sind. Da ist es doch normal, dass der Gang unsicherer wird. Ein Rollator dient auch zum Selbstschutz. Er reduziert das Sturzrisiko; man kann sich jederzeit daraufsetzen und damit seine Einkäufe transportieren. Viele entscheiden sich leider erst dafür, nachdem bereits etwas passiert ist. Eine große Hürde ist auch die Unwissenheit.
Wie meinen Sie das?
Viele wissen nicht, welche Hilfsmittel die Kranken- oder Pflegekasse zahlen, oder ob sie beispielsweise Haltegriffe im Bad montieren können. Hier ist unsere Beratung gefragt. Wir kommen auch zu unseren Kunden nach Hause. Da erkennen wir schnell, welches Hilfsmittel sinnvoll ist.
Über das Sanitätshaus rahm
Blick in die Filiale des Sanitätshauses rahm in Köln-Nippes.
Das Sanitätshaus rahm ist einer der größten Gesundheitsdienstleister für Hilfsmittel in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Mit 47 Standorten, zwei Zentralen in Troisdorf-Spich sowie modernen Werkstätten und interdisziplinären Teams bietet das Unternehmen individuelle Versorgungslösungen – von bewährter Handwerkskunst bis zu innovativen Technologien. Vertreten ist rahm unter anderem im Raum Köln-Bonn, im Rhein-Sieg-Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Kreis Euskirchen, Hunsrück, Koblenz, Solingen und Leverkusen.
Zur Wahl des passenden Hilfsmittels: Soll ich das Kassenmodell nehmen oder etwas mehr investieren?
Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, unseren Kunden das Kassenmodell zu zeigen. Bei vielen Produkten empfiehlt sich dieses, da die Auswahl gar nicht so groß ist. Etwa bei den Pflegebetten oder bei Hilfsmitteln fürs Bad. Auch Rollstühle werden auf Kosten der Krankenkasse individuell angepasst, sofern die Genehmigung vorliegt. Etwas anders sieht es bei den Rollatoren aus.
Warum?
Die Auswahl ist größer. Das Kassenmodell ist schwer und klobig. Gegen eine Zuzahlung erhält man Rollatoren in anderen Gewichtsklassen oder Farben. Entscheidend sind aber immer die Bedürfnisse unserer Kunden. Sind sie gerne unterwegs oder müssen sie Stufen überwinden, lohnt es sich, in ein leichteres Modell zu investieren. Auch sind teurere Modelle meist komfortabler, ergonomischer und besser zusammenklappbar.
Unterwegs sind Senioren dank Elektromobilen oder Rollatoren mobil. Welche Hilfsmittel dürfen zu Hause nicht fehlen?
Am wichtigsten sind Hilfsmittel fürs Bad, da dort die Unfallgefahr am höchsten ist. Dazu gehören Haltegriffe, Toilettensitzerhöhungen, Badewannenlifter und -bretter sowie Duschhocker oder -stühle. Falls doch etwas passiert, können Hausnotrufe Leben retten. Praktisch sind auch Greifzangen, wenn das Bücken oder Greifen schwerfällt. Auch sprachgesteuerte Smart-Home-Systeme wie Alexa erleichtern den Alltag. In diesem Bereich wird in den nächsten Jahren noch viel passieren.
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Sobald der Funkfinger oder die SOS-Taste am Gerät gedrückt wird, meldet der Hausnotruf sofort, dass Hilfe benötigt wird.
Kontakt mit Notrufzentrale
Per Sprechkontakt klärt unsere Notrufzentrale die Lage: Besteht kein lebensbedrohlicher Notfall, wird unser ProVita Einsatzdienst informiert und springt ein. Wir sind 24/7 erreichbar.
Helfer ist unterwegs
Ein geschulter Helfer macht sich umgehend auf den Weg, öffnet mit dem hinterlegten Schlüssel die Tür und leistet die benötigte Hilfe.
Funktioniert zuhause und unterwegs: Einfacher Knopfdruck genügt.
Verbindung Notrufzentrale
Sekundenschnell wird eine Verbindung zur Notrufzentrale aufgebaut.
Hilfe wird organisiert
Die Notrufzentrale sorgt für schnelle Hilfe: Entweder durch einen professionellen Ersthelfer vor Ort, oder im akuten Notfall, direkt durch einen Rettungswagen.
Sobald der Funkfinger oder die SOS-Taste am Gerät gedrückt wird, meldet der Hausnotruf sofort, dass Hilfe benötigt wird.
Kontakt mit Notrufzentrale
In einem Notfall sprechen Sie direkt mit einem qualifizierten Helfer in der Notrufzentrale, der die benötigte Hilfe organisiert oder die passende
Rettungsmaßnahme einleitet.
Hilfe wird organisiert
Es können hinterlegte Kontakte informiert, bei Bedarf zusätzliche Unterstützung veranlasst oder in akuten Fällen direkt professionelle
Rettungskräfte alarmiert werden. So ist schnell
die passende Hilfe vor Ort.
Per Funkfinger oder SOS-Taste am Gerät wird
der Notruf direkt ausgelöst.
Verbindung Notrufzentrale
Sofortige Verbindung zur 24/7 Notrufzentrale,
die zusätzlich auch direkt auf den hinterlegten
Notfallplan zugreift.
Hilfe wird organisiert
Die Notrufzentrale sorgt für schnelle Hilfe:
Entweder durch einen professionellen Ersthelfer vor Ort, oder im akuten Notfall, direkt durch einen Rettungswagen.
Ihr Weg zum Hausnotruf
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Liegt ein Pflegegrad vor, kann die Pflegekasse anfallende Kosten übernehmen. Wir begleiten Sie dabei, die nötigen Schritte zu klären.
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ausgeht, meldet der Mobile Notruf sofort, dass Hilfe benötigt wird.
Kontakt mit Angehörigen oder Notrufzentrale
In einem Notfall sprechen Sie direkt mit einem qualifizierten Helfer in der Notrufzentrale, der die benötigte Hilfe organisiert oder die passende
Rettungsmaßnahme einleitet.
Ortung in Echtzeit
Es können hinterlegte Kontakte informiert, bei Bedarf zusätzliche Unterstützung veranlasst oder in akuten Fällen direkt professionelle
Rettungskräfte alarmiert werden. So ist schnell
die passende Hilfe vor Ort.
Hilfe wird organisiert
Es können hinterlegte Kontakte informiert, bei Bedarf zusätzliche Unterstützung veranlasst oder in akuten Fällen direkt professionelle
Rettungskräfte alarmiert werden. So ist schnell
die passende Hilfe vor Ort.
Funktioniert zuhause und unterwegs:
Einfacher Knopfdruck genügt.
Verbindung Notrufzentrale
Sekundenschnell wird eine Verbindung zur Notrufzentrale aufgebaut.
Hilfe wird organisiert
Die Notrufzentrale sorgt für schnelle Hilfe:
Entweder durch einen professionellen Ersthelfer vor Ort, oder im akuten Notfall, direkt durch einen Rettungswagen.
Ihr Weg zum mobilen Notruf
Wählen Sie die passende Option:
Mit Unterstützung der Pflegekasse
Liegt ein Pflegegrad vor, kann die Pflegekasse anfallende Kosten übernehmen. Wir begleiten Sie dabei, die nötigen Schritte zu klären.
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Kontakt mit Angehörigen oder Notrufzentrale
In einem Notfall sprechen Sie entweder direkt mit einem Ihrer hinterlegten Notfallkontakten oder direkt mit qualifizierten Helfer:innen in der Notrufzentrale. Die benötigte Hilfe wird organisiert oder die passende Rettungsmaßnahme eingeleitet.
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Hilfe wird organisiert
Es können hinterlegte Kontakte informiert, bei Bedarf zusätzliche Unterstützung veranlasst oder in akuten Fällen direkt professionelle Rettungskräfte alarmiert werden. So ist schnell die passende Hilfe vor Ort.
Sobald der Notruf über die Uhr ausgelöst wird, baut sich direkt eine Verbindung auf und Hilfe wird angefordert.
Kontakt mit Notrufzentrale
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Helfer ist unterwegs
Ein geschulter Helfer macht sich umgehend auf den Weg, öffnet mit dem hinterlegten Schlüssel die Tür und leistet die benötigte Hilfe.
Sobald der Notruf über die Uhr ausgelöst wird, baut sich direkt eine Verbindung auf und Hilfe wird angefordert.
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