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“Dank der Pflegeberatung hat mein Bruder ein barrierefreies Bad”

Das Bild zeigt ein modernes, barrierefreies Bad.
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Ein barrierefreies Bad, mehr Unterstützung im Haushalt und Urlaub für pflegende Angehörige: Beim Beratungseinsatz nach § 37.3 profitieren Menschen mit einem Pflegegrad finanziell und ihre Angehörigen werden fachlich begleitet. Doch wie sieht diese Unterstützung genau aus? Drei pflegende Angehörige erzählen, wie die halb- oder vierteljährliche Pflegeberatung nach Paragraf 37.3 abläuft.
Das Wichtigste in Kürze

Konrad Elfgen: “Mein Bruder hatte zuerst Angst vor dem Gespräch, doch…”

“Mein 85-jähriger Bruder hatte immer Angst zu duschen. Er fürchtete, in seiner Badewanne auszurutschen. Doch er wollte auch nicht Tausende Euro in die Hand nehmen, um sein Bad barrierefrei zu gestalten. Da hat uns unsere Pflegeberaterin von ProVita gesagt, dass dies gar nicht notwendig ist. Nach dem Gespräch leitete sie gleich den Badezimmerumbau in die Wege, den die Pflegekasse mit über 4000 Euro bezuschusste. Die restlichen 3000 Euro hat der Vermieter übernommen – schließlich ist dieser Umbau eine Wertsteigerung für seine Immobilie. Nach nur einem Monat hat nun mein Bruder eine ebenerdige Dusche und muss keine Angst mehr vor Unfällen haben.

Ohne die Pflegeberatung von ProVita hätten wir diesen Schritt niemals gewagt, als Laie weiß man ja nicht, welche Ansprüche man so hat. Deshalb ist es wichtig, dass diese Beratungen ab Pflegestufe 2 verpflichtend sind. Mein Bruder hatte zuerst Angst vor dem Gespräch. Er ist von Natur aus eher skeptisch. Doch die Beraterin konnte ihm seine Ängste schnell nehmen. Sie war freundlich und nahm sich Zeit, um unsere Probleme zu lösen.

Mein Bruder ist geistig noch fit, aber körperlich geschwächt. Ich bin 19 Jahre jünger als er und begleite ihn beim Einkaufen oder bei Arztbesuchen. Etwa drei- bis viermal pro Woche besuche ich ihn. Ich mache das gerne. Da ich aber noch berufstätig bin, ist es auch anstrengend. Wir sind beide froh, dass einmal pro Woche eine Alltagshelferin von ProVita bei meinem Bruder putzt. Er freut sich immer auf sie, da sie für ihn auch immer ein offenes Ohr hat.”

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Michael Klawunn: “Es ist wichtig, einen Vollprofi an seiner Seite zu haben”

Potraitaufnahme von Michael Klawunn
Michael Klawunn und seine Schwiegermutter profitieren von der Pflegeberatung.

“Die Pflegeberatung nach Paragraf 37.3 ist sehr hilfreich. Denn eine Fachperson erklärt nochmals ganz genau, welche Ansprüche man hat und sieht, was meine Schwiegermutter wirklich braucht. Wir sind auch froh, dass uns die Pflegeberaterin einen Hausnotruf empfohlen hat. So konnte ihr der Rettungsdienst bereits helfen, als sie unter schlimmer Atemnot litt.

Meine Frau und ich betreuen unsere Schwiegermutter, die mitten in Köln lebt. Sie ist geistig topfit, doch durch mehrere Krebserkrankungen ist sie körperlich geschwächt. Zusätzlich leidet sie unter der Lungenkrankheit COPD und ist deshalb auf ein Beatmungsgerät angewiesen. Meine Frau und ich schauen mehrmals in der Woche bei ihr vorbei – wir kochen für sie vor oder erledigen größere Einkäufe für sie. Manchmal begleiten wir sie auch zu Arztterminen.

Urlaub ist möglich

Dies stellt für uns keine Belastung dar. Als Berufsfeuerwehrmann habe ich medizinische Kenntnisse. Ich kann meiner Schwiegermutter helfen, wenn etwa ihr Beatmungsgerät nicht funktioniert. Trotzdem sind wir sehr froh, dass alle zwei Wochen die Alltagshelferin von ProVita vorbeikommt. Sie putzt für meine Schwiegermutter und erledigt Haushaltsarbeiten, die viel Kraft brauchen.

Und manchmal sind wir auch im Urlaub. Da hat uns die Pflegeberaterin von ProVita erklärt, dass meine Schwiegermutter in dieser Zeit Anrecht auf eine Verhinderungspflege hat. Das heißt, eine Alltagshelferin von ProVita betreut sie in dieser Zeit. Die Kosten dafür übernimmt die Pflegekasse bis zu einem gewissen Betrag. Als Laie weiß man oft nicht, welche Leistungen die Pflegekasse genau erbringt. Da ist es wichtig, einen Vollprofi an seiner Seite zu haben, der alles genau erklärt.”

 

Das müssen Sie über die Pflegeberatungen wissen

  • Wer? Die Pflegeberatungen nach Paragraf 37.3 sind für alle ab Pflegegrad 2 verpflichtend, die zu Hause von einer Privatperson versorgt werden. Ansonsten kann das Pflegegeld gekürzt oder gestrichen werden.
  • Warum? Die halb- oder vierteljährlichen Beratungseinsätze sollen die Qualität in der häuslichen Pflege sichern und die Angehörigen unterstützen, die meistens Laien sind.
  • Wo? Die Beratungen finden häufig in der Wohnung des Pflegebedürftigen statt. Doch sie können auch telefonisch oder online durchgeführt werden.
  • Wie viel? Die Kosten werden von der Pflegekasse oder von einer privaten Versicherung übernommen.

Doris: “Die Pflegeberaterin ist sehr einfühlsam”

Margot (87) und ihre Tochter Doris auf einer Bank.
Margot (87) und ihre Tochter Doris.

“Meine Mutter (87) möchte trotz ihrer Einschränkungen so lange wie möglich zu Hause bleiben. Dank ihres starken Willens, der Alltagsbetreuerin von ProVita und meiner Unterstützung klappt das auch ganz gut.

Allerdings kann sich die Situation schnell ändern. Da bin ich froh, dass uns eine Pflegeberaterin von ProVita fachlich begleitet. Sie führt alle sechs Monate ein Gespräch mit meiner Mutter und mir. Die erste Beratung dauerte über eine Stunde. Die nachfolgenden Termine waren kürzer, da die Situation meiner Mutter zurzeit stabil ist. Die Pflegeberaterin fragt uns jeweils, ob wir etwas brauchen und ob sich etwas verändert hat.

Sie erklärt uns auch, welche Leistungen uns zustehen. So erfuhren wir etwa, wie wir das Geld aus der Verhinderungspflege besser einsetzen können. Mit dem Resultat: Statt alle zwei Wochen kommt nun bei meiner Mutter wöchentlich eine Alltagshelferin zum Putzen vorbei. Schön ist auch, dass die Pflegeberaterin so einfühlsam ist. Sie spricht nicht nur mit mir, sondern bezieht auch meine Mutter mit ein. Ich habe es bei anderen gemeinsamen Terminen oft erlebt, dass über ihren Kopf hinweg geredet wurde.”

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Redaktion ProVita

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