Annemie Ackermann sitzt auf ihrem Rollator und lässt sich die Sonne ins Gesicht scheinen. „Ich habe gerade mit anderen Senioren das Kölner Schokoladenmuseum besucht und muss auf den Bus warten. Jetzt bin ich froh, dass ich mich auf meinem Rollator ausruhen kann“, erzählt die 89-Jährige.
Das Hilfsmittel begleitet die Seniorin auf Schritt und Tritt – und das seit rund 30 Jahren. „Ich bin fast täglich unterwegs. Ohne meinen Rollator wäre das nicht möglich. Ich wäre völlig hilflos.“ Für sie ist klar: „Die Erfinderin des Rollators hätte einen Orden verdient. Für mich ist er ein großes Glück.“
Sicher unterwegs!
✓ Präzise GPS-Ortung
✓ Sofort einsatzbereit
✓ Zuhause und unterwegs
✓ Lautsprecher und Mikrofon integriert
Jetzt kostenlos und unverbindlich beraten lassen:
0221 46 78 19 87
Die Erfindung des Rollators ist nicht lange her
Tatsächlich gibt es den Rollator in seiner modernen Form erst seit 1978. Die Schwedin Aina Wifalk war aufgrund einer Kinderlähmung gehbehindert und fand auf dem Markt kein Hilfsmittel, mit dem sie ein aktives Leben führen konnte. Deshalb konstruierte sie einen vierrädrigen Gehwagen mit Griffen und einem vorwärts geneigten Rahmen. Diesem fügte sie Handbremsen und eine Sitzfläche zum Ausruhen hinzu.
Ein Unternehmen fertigte einen Prototyp an und das Gerät eroberte rasch die Welt. Heute sind in Deutschland schätzungsweise drei Millionen Menschen mit einem Rollator unterwegs.
Auch Annemie Ackermann trifft in ihrem Kölner Viertel auf viele Nutzerinnen und Nutzer. Als sie in den 90er-Jahren ihren ersten Rollator bekam, war sie hingegen fast die einzige. Für die damals 60-Jährige war das aber kein Grund, darauf zu verzichten: „Ich hatte bereits in jüngeren Jahren Probleme mit den Knien und konnte immer schlechter gehen.“ Deshalb war sie froh, dass ihr der Rollator ihre Mobilität zurückgab.

„Sie haben Angst, was andere Leute denken“
Sie weiß aber, dass viele Senioren trotz Gehschwierigkeiten das Gerät ablehnen. „Sie haben Angst, was die anderen Leute denken.“ Der pensionierten Angestellten des Steuerberater-Verbandes Köln ist das jedoch schnurzegal. „Die Meinung der anderen kümmert mich nicht. Wenn mir etwas guttut, dann mache ich das.“ Sie kennt aber ältere Menschen, die lieber die Wohnung nicht mehr verlassen, als einen Rollator zu nutzen.
Für sie ist dies unverständlich. Denn Annemie Ackermann ist trotz körperlicher Beschwerden sehr aktiv. Sie unternimmt gerne etwas mit Freunden und macht regelmäßig Ausflüge in und um Köln. Auch ihre Einkäufe erledigt sie selbst. Mit Bus und Bahn fährt sie etwa zu Arztterminen.
Um mit einem Rollator viele Freiheiten zu genießen, empfiehlt sie, in ein qualitativ hochwertiges Gerät zu investieren: „Mein erster Rollator war ein Kassenmodell. Für meinen nächsten zahlte ich einige hundert Euro dazu. Der Unterschied war enorm.“
4 Tipps von Annemie Ackermann: So überwinden Senioren die Angst vor dem Rollator
- Selbstbestimmung über Fremdwahrnehmung stellen: Die persönliche Unabhängigkeit und Mobilität im Alltag wiegen deutlich schwerer als die Reaktionen oder Blicke unbeteiligter Passanten.
- Auf hochwertiges Equipment setzen: Die Entscheidung für eine erstklassige Ausführung jenseits des einfachen Kassen-Basis-Modells sorgt im Alltag für deutlich spürbaren Komfort und maximale Stabilität.
- Unterstützung aktiv einfordern: Wer beim Einsteigen in den Bus oder an Stufen unbefangen um Mithilfe bittet, knüpft leichter Kontakte und bewältigt alltägliche Hindernisse vollkommen mühelos.
- Den Rollator als Komfort-Gewinn betrachten: Die Gehhilfe ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein praktischer, fahrbarer Stuhl, der jederzeit und überall eine spontane Atempause auf Knopfdruck ermöglicht.
„Ich zögere nicht, Hilfe anzunehmen“
Ebenfalls wichtig: Ackermann zögert nicht, unterwegs Hilfe anzunehmen. Etwa, wenn sie in den Bus einsteigen möchte oder ihre Einkäufe nicht mehr die Treppe hochtragen kann: „Ich war schon immer sehr offen und bin auch im Alter kontaktfreudig.“
Wenn sie rausgeht, macht sie sich gerne hübsch zurecht und legt Wert auf hochwertige Kleidung: „Schwarz und Grau stehen mir aber nicht, ich mag es bunt.“ Sie freut sich, wenn sie nächstes Jahr ihren 90. Geburtstag feiern darf. „Viele haben nicht das Glück, so alt zu werden.“

Häufige Fragen zum Rollator (FAQ)
Zahlt die Krankenkasse den Rollator?
Liegt ein ärztliches Rezept oder eine Verordnung einer zertifierten Stelle vor, erstatten die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten für ein medizinisches Basismodell. Wer sich hingegen für eine leichtere Ausführung oder ein moderneres Premium-Produkt entscheidet, trägt die Differenzsumme über eine private Zuzahlung selbst.
Wer hat den Rollator erfunden?
Die Geburtsstunde des modernen Rollators liegt im Jahr 1978: Die Schwedin Aina Wifalk, die selbst unter Mobilitätseinschränkungen litt, entwarf die vierrädrige Gehhilfe inklusive Sitzfläche und Handbremsen. Inzwischen gehört das Hilfsmittel für rund drei Millionen Menschen in Deutschland fest zum Alltag.
Worauf muss man achten, wenn man einen Rollator kauft?
Beim Kauf eines Rollators sollte man auf Sicherheit und einfache Handhabung achten. Er sollte sich leicht zusammenklappen lassen, im gefalteten Zustand sicher stehen und idealerweise über eine Faltsicherung verfügen. Längs faltbare Modelle sind meist stabiler und standsicherer als quer faltbare Varianten.
Welche Alternativen gibt es zum Rollator für mehr Mobilität?
Sobald die eigene Kraft für die Nutzung eines Rollators nicht mehr genügt, sichern elektrische Rollstühle oder Elektromobile die eigenständige Fortbewegung an der frischen Luft. Der Vorteil ist, dass sie damit weite Strecken zurücklegen können.
Welche weiteren Hilfsmittel sorgen unterwegs für mehr Bewegungsfreiheit?
Für ein beruhigendes Gefühl bei Ausflügen sorgen unser mobiles Notrufsystem derButler sowie unsere Notrufuhren, die per Knopfdruck eine sofortige Standortermittlung und schnelle Hilfe im Notfall garantieren. Zudem müssen Einschränkungen durch Inkontinenz heute kein Grund mehr sein, das Haus zu verlassen: Diskrete, moderne Alltagshilfen schenken Betroffenen die nötige Sicherheit zurück, um weiterhin aktiv am Leben teilzunehmen und mobil zu bleiben.
Notrufsysteme vergleichen –
jetzt passenden Notruf finden?
Die Notrufexperten von ProVita helfen Ihnen den richtigen Notruf für Ihre Situation zu finden.
✓ Kostenlos und unverbindlich
✓ Beratung zu Fördermöglichkeiten
✓ Übernahme der Antragstellung
Telefon 0221 46 78 19 87