Suche
0
0,00 €
Warenkorb
empty cart Ihr Warenkorb ist gerade leer! Return to Shop

Diese sieben Warnsignale können auf Pflegebedürftigkeit hinweisen

Inhaltsverzeichnis
Noch Fragen? Wir helfen Ihnen gerne persönlich weiter.
Eine Pflegebedürftigkeit kommt oft schleichend und macht sich anfangs an Kleinigkeiten bemerkbar. Doch wann sollten Angehörige hellhörig werden und was ist zu tun? Pflegeberaterin Simone hat einige Tipps.
Das Wichtigste in Kürze

1. Verändertes Verhalten und andere Körpersprache

Da kennt man seine Eltern schon sein ganzes Leben. Und plötzlich fällt einem auf, dass sie sich irgendwie anders verhalten. Sie fragen im Gespräch etwa häufiger nach und wirken vergesslich. Diese Verhaltensweisen sind für Außenstehende am Anfang kaum wahrnehmbar. „Doch als naher Angehöriger hat man so ein Bauchgefühl“, erzählt Pflegeberaterin Simone.

Sie hat das in ihrer eigenen Familie erlebt: „Zuerst ist mir aufgefallen, dass meine Mutter eine andere Körpersprache hatte. Und der Umgang mit ihr war plötzlich so verändert.“ Bald darauf stellte sich heraus, dass ihre Mutter eine vaskuläre Demenz hatte.

Dieses Bild zeigt Pflegeberaterin Simone.
Simone ist Pflegeberaterin bei unserem Partner hallo.care.

2. Kleine Bitten – aber von hinten herum

Die Eltern kümmerten sich stets gewissenhaft um ihre Angelegenheiten, Hilfe war unerwünscht. Doch dann bittet die Mutter ihren Sohn, den Briefkasten zu leeren und ihr Lebensmittel vorbeizubringen, wenn er zu Besuch kommt. „Dafür hatte ich heute noch keine Zeit“, sagt die Mutter.

Als der Sohn ihrer Bitte nachgeht, stellt er fest: Die Post liegt bereits seit 22 Tagen da. Solche Verhaltensweisen sind typisch, so Pflegeberaterin Simone: „Da kommen kleine Bitten, aber von hinten herum.“ Die wenigsten älteren Menschen geben zu, dass sie es nicht mehr schaffen, täglich zum Briefkasten zu gehen: „Sie haben gelernt, keine Schwäche zu zeigen.“

3. Appetitlosigkeit

Appetitlosigkeit ist ein häufiges Zeichen für eine Pflegebedürftigkeit, sagt Simone: „Die Betroffenen haben keine Lust mehr zu kochen und zu essen. Auch trinken möchten sie nicht mehr.“ Da haben Angehörige ihnen eine Kiste Wasser gekauft. Nach einer Woche stellen sie fest, dass bloß eine Flasche leer ist.

Aufschlussreich ist auch ein Blick in den Kühlschrank, so Simone: „Stehen dort viele abgelaufene Lebensmittel herum, kann dies auf wenig Hunger hinweisen.“

4. Zurückgezogenheit

Der Vater war stets gerne in Gesellschaft. Doch in letzter Zeit geht er nicht mehr zu den Veranstaltungen, die er früher nie verpasste. Auch seine Hobbys hat er aufgegeben. Stattdessen verbringt er viel Zeit in seiner Wohnung. Laut Simone sollten Angehörige dann hellhörig werden: „Oft liegt es auch am nachlassenden Gehör, wenn sich Senioren zurückziehen und nicht mehr an Gesprächen teilnehmen.“ Für sie reden die Menschen nur noch durcheinander.

Ein Hörgerät würde diese Probleme beheben, sagt Simone: „Trotzdem verzichten viele Betroffene darauf.“ Mit fatalen Folgen: „Wer nicht mehr am sozialen Leben teilnimmt, baut geistig schneller ab.“

Die verpflichtende
Pflegeberatung wahrnehmen.

5. Aufgabe der Selbstständigkeit

Wer pflegebedürftig wird, verliert zunehmend an Eigenständigkeit und Selbstständigkeit. Das Haus alleine zu verlassen, wird zur unüberwindbaren Hürde. So ist etwa den Betroffenen der Gang zum Arzt zu aufwendig.

„Erstens müssen sie einen Termin machen und zweitens die Wohnung verlassen“, so Simone. Mit einer Gehbehinderung ist das anstrengend. „Da werden solche Termine lieber vermieden oder aufgeschoben.“

6. Der Haushalt überfordert

Der Verlust der Selbstständigkeit wird auch in der Wohnung deutlich. Diese ist nicht mehr so sauber wie gewohnt. „Meine Mutter war immer sehr pingelig. Du konntest vom Boden essen“, erzählt Pflegeberaterin Simone.

Doch als die Badewanne plötzlich verschmutzt war, die Wäsche ungewaschen in der Maschine lag und im Kühlschrank verschimmelte Lebensmittel standen, merkte sie, dass etwas nicht stimmte: „Meine Mutter nahm das alles gar nicht mehr wahr.“ Viele ältere Menschen schaffen es auch nicht mehr, den Müll runterzubringen. „Sie merken gar nicht, dass es in der Wohnung stinkt.“

7. Die Körperhygiene wird vernachlässigt

Am Geruch erkennt Pflegeberaterin Simone auch, wenn die Körperhygiene vernachlässigt wird: „Menschen mit Unterstützungsbedarf kommen nicht mehr alleine in die Badewanne und machen stattdessen Katzenwäsche am Waschbecken.

Häufig waschen sie auch die Haare nicht und schneiden die Fingernägel nicht.“ Auch Inkontinenz ist bei vielen älteren Menschen ein Thema: „Ich betrete oft Wohnungen, die nach Urin riechen.“

Vereinbaren Sie jetzt Ihren
Beratungstermin nach § 37.3

Erhalten Sie Pflegegeld? Dann ist die Beratung nach §37.3 Pflicht.

✓ Gesetzliche Vorgabe erfüllen
✓ Pflegegeld zuverlässig weiter erhalten
✓ Entlastung für pflegende Angehörige

Wie sollen Angehörige mit diesen Veränderungen umgehen?

Oft fallen den Angehörigen die Veränderungen zuerst auf, die Betroffenen selbst wollen sie lange nicht wahrhaben. Sprechen die Kinder ihre Eltern darauf an, fühlen sie sich angegriffen, weiß Pflegeberaterin Simone: „Es geht um einen sensiblen Bereich. Niemand wird gerne mit dem Verlust seiner Eigenständigkeit konfrontiert.“ Deshalb sei es wichtig, nicht sofort mit der Tür ins Haus zu fallen. „Vielleicht kann man seine Verwandten darauf hinweisen, dass es Unterstützungsangebote wie eine Alltagsbetreuung gibt.“

Hilfreich sei es, Fachstellen mit einzubeziehen: „Man kann auch Pflegeberatungen oder Pflegestützpunkte kontaktieren, wenn noch kein Pflegegrad vorliegt.“ Der Vorteil: Der Rat von Außenstehenden wird eher angenommen, und gute Pflegeberaterinnen bringen eine ganz andere Empathie mit.

So erkennt etwa Simone die Schwachstellen schnell, wenn sie eine Wohnung betritt: „Ich spreche dann meine Klienten offen darauf an und kläre sie über Hilfsangebote auf.“ Aber so, dass es nicht wie eine Bevormundung wirkt: „Die meisten Menschen sind mir dafür dankbar. Sie fühlen sich ernst genommen.“

 

Picture of Redaktion ProVita
Redaktion ProVita

Das Online-Magazin von ProVita ist eine führende Informationsplattform rund ums Älter werden. Es bietet fundierte Artikel aus Bereichen wie Gesundheit, Pflege, Freizeit, Finanzen und Sicherheit, um das selbstbestimmte Leben im Alter zu unterstützen und bereichern.

Diesen Artikel teilen

Weitere aktuelle Artikel

Ein älterer Mann hält sich die Hände vors Gesicht

Ein Sturz oder eine akute Erkrankung – und plötzlich sind Mutter oder Vater auf Pflege angewiesen. Pflegeberaterin Simone erklärt die wichtigsten Schritte.

Eine jüngere und ältere Frau. Die ältere Frau trägt ein Notrufgerät.

Notrufgeräte retten Leben. Auch wenn Senioren sich fit und gesund fühlen, sollten sie nicht darauf verzichten. „Vielen ist gar nicht bewusst, dass die Pflegekasse die Kosten oft übernimmt“, weiß Pflegeberaterin Daniela.

Symbolbild zum Thema Hitze: Ein Senior sitzt auf einem Liegestuhl und nimmt ein Fussbad.

Sommerliche Temperaturen können belastend sein. Unsere Hitzetipps sorgen für Abkühlung und helfen, die heißen Tage problemlos zu überstehen.

Kontakt

Sie benötigen mehr Informationen zur Pflegeberatung gemäß § 37.3 SGB XI ? Dann einfach Formular ausfüllen, absenden und unser Partner hallo.care setzt sich mit Ihnen in Verbindung.

Datenschutz

HINWEIS: Bei einem Klick auf den Button SENDEN kommt es nicht zu einem Vertragsabschluss.

Kontakt

Sie benötigen mehr Informationen zum ProVita-Hausnotrufservice? Dann einfach Formular ausfüllen, absenden und wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung.

Datenschutz

HINWEIS: Bei einem Klick auf den Button SENDEN kommt es nicht zu einem Vertragsabschluss.

Informationsmaterial anfordern!

Informationsmaterial anfordern!

Einfach ausfüllen und 10% Rabatt sichern!​