Das Wichtigste in Kürze
- Ruhe bewahren: Nach einem Sturz sollten Senioren ruhig liegen bleiben und prüfen, ob sie verletzt sind.
- Vierfüßler-Methode: Fühlen sie sich kraftvoll genug, können sie versuchen, über den Vierfüßlerstand vom Boden hochzukommen. Häufig brauchen Senioren aber Unterstützung.
- Hausnotruf: Deshalb ist es wichtig, ein Notrufgerät zu tragen, um nach einem Sturz nach Hilfe zu rufen. Sinnvoll ist ein Hausnotruf mit Schlüsselhinterlegung, wenn Angehörige nicht immer da sein können.
Warum sollten Senioren nach einem Sturz nicht sofort aufstehen?
Das Sturzrisiko im Alter ist hoch: Jede vierte Person ab 65 Jahren stürzt laut dem Robert Koch-Institut (RKI) mindestens einmal pro Jahr. Viele Seniorinnen und Senioren fühlen sich hilflos, wenn sie auf dem Boden liegen und nicht mehr aufstehen können.
Manchmal ist eine Verletzung dafür die Ursache, wie ein Knochenbruch, eine Verstauchung, eine Prellung oder eine Platzwunde. „Doch viele Seniorinnen und Senioren bleiben nach einem Sturz unverletzt. Und trotzdem kommen sie nicht aus eigener Kraft hoch oder fühlen sich unsicher“, erzählt Simone, Pflegeberaterin bei unserem Partner hallo.care.
Deshalb erklärt die Pflegeexpertin in diesem Ratgeber Schritt für Schritt, wie sicheres Aufstehen gelingt und warum ein Hausnotruf mit einem Hintergrunddienst für sturzgefährdete Menschen entscheidend ist.
Wichtig: Ältere Menschen sollten nach einem Sturz erst mal Ruhe bewahren. „Falsches oder zu schnelles Aufstehen kann die Situation verschlimmern“, so Simone, die schon seit Jahrzehnten im Gesundheitswesen arbeitet.
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Wie gelingt sicheres Aufstehen vom Boden? Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Kurz liegen bleiben
Bewahren Sie nach einem Sturz Ruhe und stehen Sie nicht sofort auf. Prüfen Sie zuerst, ob Sie starke Schmerzen, Blutungen oder Atemnot haben. Auch Taubheitsgefühle oder eine ungewöhnliche Stellung von Beinen und Armen können auf eine Verletzung hinweisen.
3. Sturz mit Verletzungen: nicht aufstehen
Bleiben Sie liegen, wenn Sie unter starken Schmerzen, Blutungen, Bewusstseinsstörungen oder Kopfverletzungen leiden. Auch beim Verdacht auf einen Knochenbruch sollten Sie nicht aufstehen, sondern den Rettungsdienst unter der Nummer 112 kontaktieren oder sonstige Hilfe holen. Das gilt auch, wenn das Aufstehen nicht gelingt oder Ihnen die Kraft fehlt.
„Allerdings hat man ein Telefon nicht immer zur Hand oder es sind keine Helfer in der Nähe“, erklärt Simone. Die Pflegeexpertin empfiehlt deshalb, stets einen Hausnotruf oder eine Notrufuhr am Körper zu tragen. „Damit wird man per Knopfdruck mit einer Notrufzentrale verbunden, die schnell Hilfe organisieren kann.“

3. Sturz ohne Verletzungen: So kommen Senioren mit der Vierfüßler-Methode alleine wieder hoch
- Seitenlage: Richten Sie sich nicht abrupt auf. Das kann zu Kreislaufproblemen und zu einem erneuten Sturz führen. Rollen Sie Ihren Körper stattdessen langsam auf die Seite und stützen Sie sich dabei mit den Armen ab.
- Vierfüßlerstand: Drehen Sie sich nun von der Seite auf den Bauch und stützen Sie sich langsam auf den Händen und Knien hoch in den Vierfüßlerstand.
- Stabiles Möbelstück nutzen: Krabbeln Sie im Vierfüßlerstand langsam zu einem stabilen Stuhl, Bett, Sessel oder Sofa. Nutzen Sie keine wackligen Möbelstücke als Aufstehhilfe.
- Ausfallschritt: Stützen Sie sich mit beiden Händen auf dem Möbelstück ab und stellen Sie ein Bein nach vorn in den Kniestand oder Ausfallschritt.
- Aufstehen: Verlagern Sie nun das Gewicht auf das aufgestellte Bein und drücken Sie sich mithilfe der Armkraft langsam nach oben. Ziehen Sie sich nicht ruckartig hoch.
- Stehen bleiben: Bleiben erst mal kurz stehen oder setzen Sie sich hin, da es nach einem Sturz zu Kreislaufproblemen kommen kann. Wenn Ihnen schwindelig wird, setzen Sie sich wieder hin und holen Hilfe.
Dieses Video zeigt das Aufstehen vom Boden mithilfe eines Stuhls.
4. Wie können Angehörige nach einem Sturz Senioren vom Boden aufhelfen?
Nach einem Sturz ist es ein beruhigendes Gefühl, wenn Angehörige in der Nähe sind. „Doch auch diese sollten nicht überstürzt handeln und einen älteren Menschen an den Armen oder Händen hochziehen. Dabei kann sich der Senior, aber auch der Helfende selbst verletzen“, sagt Pflegeexpertin Simone.

Angehörige sollten eher unterstützen und stabilisieren. „Denn Gestürzte befinden sich in einer Ausnahmesituation und brauchen oft Anleitung“, so Simone. Sie empfiehlt Folgendes:
- Ruhe bewahren: Lassen Sie die gestürzte Person zunächst auf dem Boden liegen und treten Sie nahe an sie heran. Kommen Sie auf die Knie und beruhigen Sie sie. Der Boden ist sicher, da man dort nicht tiefer fallen kann.
- Zustand prüfen: Schauen Sie zuerst, ob und wie die Person reagiert. Wirkt sie etwa abwesend, orientierungslos oder schläfrig, sollten Sie medizinische Hilfe holen. Auch Übelkeit, Schmerzen, Wunden oder eine unnatürliche Beinstellung sind Alarmzeichen. Die Person sollte dann am besten auf dem Boden liegen bleiben. Leisten Sie Erste Hilfe.
- Aufstehhilfe: Besteht keine akute Gefahr, begleiten Sie die Person beim sicheren Aufstehen. Wie weiter oben beschrieben, sollte diese über die Seite in die Bauchlage und dann in den Vierfüßlerstand kommen. Optimalerweise bringt der Angehörige ein stabiles Möbelstück in seine Nähe, an dem sie sich hochziehen kann. Dabei können Sie nah an der Person stehen und sie am Becken oder Rumpf sichern. So können Sie ihr Stabilität bieten und weitere Stürze verhindern.
Wichtig
Lassen Sie die gestürzte Person möglichst viel selbst machen, unterstützen Sie sie aber gezielt bei Bewegungen. Etwa, um von der Seiten- in die Bauchlage zu kommen. Ist dies nicht möglich, gibt es elektronische und manuelle Aufstehhilfen, die sogar von der Kranken- oder Pflegekasse übernommen werden. Beispielsweise mobile Hebekissen oder Personenlifter.
In diesem Video sehen Sie, wie Sie jemandem beim Aufstehen helfen können.
Was passiert, wenn Angehörige nicht beim Aufstehen helfen können?
Viele Seniorinnen und Senioren leben alleine. Haben sie kein Telefon oder Notrufgerät zur Hand, ist es möglich, dass sie nach einem Sturz stundenlang auf dem Boden liegen.
„Deshalb gehören Hausnotrufe und mobile Notrufgeräte, die man stets am Körper trägt, zu den wichtigsten Hilfsmitteln“, so Pflegeexpertin Simone. Per Knopfdruck wird man sofort mit einer Notrufzentrale verbunden, die die Lage einschätzen kann. Handelt es sich um einen akuten Notfall, ruft sie den Rettungswagen.
„Glücklicherweise verläuft die Mehrheit der Stürze ohne schwerwiegende Verletzung.“ In solchen Fällen kontaktiert die Notrufzentrale die Angehörigen, die beim Aufstehen helfen sollen”, sagt Pflegeexpertin Simone. Denn Rettungskräfte sollen genügend Kapazitäten für „echte Notfälle“ haben.
Zwei Blaulichtorganisationen als Aufstehhilfe
Allerdings gibt es ein Problem, so Simone: „Die Angehörigen sind in der Praxis nicht immer verfügbar. Besonders nachts oder am frühen Morgen, wenn Stürze häufig vorkommen.“
Erreiche die Notrufzentrale niemanden, müsse sie dann doch den Rettungsdienst aufbieten. „Manchmal rückt zusätzlich die Feuerwehr auf, um die Wohnungstür aufzubrechen.“ Es sind also zwei Blaulichtorganisationen im Einsatz, um einer Person beim Aufstehen zu helfen. Nicht selten werden die Kosten auf den Hilfesuchenden abgewälzt.
Die Lösung: ein Hintergrunddienst beim Hausnotruf
Simone empfiehlt für solche Fälle einen Hausnotruf mit Hintergrunddienst, auch Hausnotruf mit Schlüsselhinterlegung genannt.
Mit diesem Service gelangen Helferinnen und Helfer im nichtmedizinischen Notfall schnell in die Wohnung, auch wenn der Bewohner die Tür nicht selbst öffnen kann. Der Schlüssel wird dafür sicher in einer regionalen Filiale eines Hintergrunddienstes wie ProVita Assist hinterlegt. Häufig rücken die Mitarbeitenden aus, wenn jemand nach einem Sturz nicht mehr aufstehen kann. Und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Füllen Sie das unten stehende Formular aus, wenn Sie Fragen haben. Unsere Mitarbeiter beraten Sie gerne.
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Wer hilft nach einem Sturz alleinstehenden Senioren beim Aufstehen? Eine Übersicht
Vorweg: Nach einem Sturz sollten sie eine Weile auf dem Boden liegen bleiben. Atmen Sie erst eine Minute lang ruhig und prüfen Sie Ihre Symptome.
| Zustand / Symptom | Sofortige Maßnahme |
| Starke Schmerzen, Fehlstellungen, starke Blutungen, Atemnot oder Benommenheit | Medizinischer Notfall: Sofort auf den Hausnotruf drücken oder die 112 anrufen. Ein Rettungswagen wird zu Ihnen geschickt. |
| Keine Schmerzen, Sie sind ansprechbar, aber Aufstehen geht aus eigener Kraft nicht | Drücken Sie auf den Hausnotruf. Die Notrufzentrale schickt je nach Abo einen Angehörigen oder die Vor-Ort-Hilfe ProVita Assist vorbei, um vom Boden hochzukommen. |
| Keine Schmerzen, Sie fühlen sich stark genug und sind nicht benommen. | Versuchen Sie, mit der Vierfüßler-Methode aufzustehen. Wenn Sie sich unsicher fühlen, nutzen Sie Ihren Hausnotruf. |
Wie viel kostet ein Hintergrunddienst?
Das ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Die Vor-Ort-Hilfe ProVita Assist kostet 33 Euro pro Monat, also etwa einen Euro pro Tag. Mit diesem Service erhalten Sie jederzeit Hilfe, egal wie oft ProVita Assist benötigt wird. Denn die Anzahl Einsätze ist nicht begrenzt.
Eine kleine, aber sinnvolle Investition, um rund um die Uhr abgesichert zu sein, findet Pflegeberaterin Simone. “So werden auch die Angehörigen entlastet. Denn sie wissen, dass ihren Liebsten nach einem Sturz jederzeit beim Aufstehen geholfen wird.”
Wie funktioniert die Vor-Ort-Unterstützung ProVita-Assist? Eine Erklärung in vier Schritten
ProVita Assist deckt die Lücke zwischen „Ich schaffe es nicht, alleine aufzustehen“ und „Es ist kein Rettungswagen nötig“. Dieser Hintergrunddienst ist die perfekte, professionelle Ergänzung zu jedem bestehenden Hausnotruf.
- Knopfdruck am Boden: Die Seniorin oder der Senior kann nach dem Sturz nicht allein aufstehen und drückt den roten Hausnotrufknopf.
- Alarmierung: Die Notrufzentrale erkennt, dass kein medizinischer Notfall vorliegt, die Person aber Aufstehhilfe braucht. Sie alarmiert sofort ProVita Assist.
- Schnelle Hilfe vor Ort: Eine geschulte, regionale Einsatzkraft kommt direkt zur Wohnung. Dank eines sicher hinterlegten Schlüssels muss keine Tür aufgebrochen werden.
- Sicheres Aufhelfen: Die Einsatzkraft schätzt die Lage ein, beruhigt die gestürzte Person und hilft ihr fachgerecht, sicher und ohne Verletzungsrisiko wieder auf.
Das ProVita-Assist-Versprechen für Familien:
- 24/7 erreichbar: Der Einsatzdienst ist Tag und Nacht, an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit – auch wenn Angehörige gerade im Urlaub, schlafen oder auf der Arbeit sind.
- Keine versteckten Kosten: Im monatlichen Festpreis von 33 € (rund 1 € pro Tag) sind unbegrenzt viele Einsätze komplett abgedeckt. Es gibt kein Kleingedrucktes.
- Kompatibel mit allen Systemen: Sie müssen Ihren bestehenden Hausnotrufanbieter nicht wechseln. ProVita Assist klinkt sich nahtlos als Partner ein.
Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Was muss eine gute Vor-Ort-Hilfe können?“
Fazit: So gelingt das Aufstehen nach einem Sturz
Der Schreck nach einem Sturz ist meistens groß. Deshalb ist es wichtig, dass Sie erst einmal auf dem Boden liegen bleiben und versuchen, zur Ruhe zu kommen. Über die Vierfüßler-Methode sollten Senioren nur alleine aufstehen, wenn sie unverletzt sind, nicht unter Schock stehen und sich kräftig genug fühlen.
Doch in der Praxis ist die Unsicherheit nach einem Sturz oft groß. Deshalb sollten Sie lieber einmal zu viel als zu wenig auf den Knopf Ihres Notrufgerätes drücken. Die Notrufzentrale schätzt ein, ob ein Krankenwagen notwendig ist oder ob Angehörige vom Boden aufhelfen können. Als Aufstehhilfe ist ProVita Assist die perfekte Ergänzung zum Hausnotruf. So sind Senioren rund um die Uhr versorgt, auch wenn die Angehörigen mal nicht für sie da sein können.
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Aufstehen nach Sturz bei Senioren: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Welche Aufstehhilfe ist nach einem Sturz für Senioren geeignet?
Nach einem Sturz ist eine Aufstehhilfe wie ein stabiler Stuhl, ein Haltegriff oder ein Aufstehsessel nur dann geeignet, wenn ein Senior unverletzt ist und selbst ausreichend Kraft hat. Er sollte nicht einfach hochgezogen werden, da dabei Verletzungen entstehen können. Wenn er nicht selbstständig aufstehen kann, sollte Hilfe gerufen werden – etwa über einen Hausnotruf.
Wie kann ich einem alten Menschen beim Aufstehen helfen?
Nach einem Sturz sollten Sie einer Person über die Vierfüßler-Methode vom Boden aufhelfen. Die Person sollte sich über ein stabiles Möbelstück alleine vom Boden hochdrücken. Wichtig ist, dass Sie die ältere Person nur unterstützen und nicht an den Armen hochziehen.
Welche Folgen kann ein Sturz im Alter haben?
Ein Sturz im Alter kann Prellungen, Knochenbrüche oder Kopfverletzungen verursachen. Manchmal führen die Verletzungen zu Pflegebedürftigkeit oder zum Verlust der Selbstständigkeit. Insbesondere, wenn jemand lange am Boden liegen bleibt. Ein Sturz kann auch zu Ängsten führen. Die Betroffenen bewegen sich weniger, weil sie Angst haben, erneut zu stürzen. Dadurch verlieren sie Muskelkraft und Selbstständigkeit.
Warum ist ein Hausnotruf mit Schlüsselhinterlegung wichtig?
Viele Senioren bleiben nach einem Sturz unverletzt, benötigen aber Unterstützung beim Aufstehen. In solchen Situationen ist ein Hausnotruf mit einer Vor-Ort-Hilfe wie ProVita Assist jederzeit für sie da. Mit einem sicher hinterlegten Schlüssel gelangen die Mitarbeitenden jederzeit in die Wohnung, um Senioren vom Boden hochzuhelfen. Dies entlastet ihre Angehörigen und Rettungsdienste.